Im Gottesdienst der Gemeinde Wolfhagen am Sonntag, den 31. Mai 2026, spendete Evangelist Sven Ricks dem goldenen Hochzeitspaar Barbara und Priester i. R. Helmut Heymann den Segen zur goldenen Hochzeit.
Grundlage für den Gottesdienst bildete das Bibelwort aus 2. Korinther 13, Vers 13: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“
Blick auf das Jubiläumspaar
Evangelist Ricks (Gemeinde Fritzlar) begann den Gottesdienst mit einem kurzen Blick auf das Jubiläumspaar. So seien fünfzig Jahre Ehe heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Das Bibelwort zu ihrer Hochzeit vor 50 Jahren aus Matthäus 6,21 „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“, habe sie in ihrem gemeinsamen Leben immer begleitet. Dabei bezog sich der Evangelist nicht nur auf das goldene Hochzeitspaar selbst, sondern besonders auch auf die anwesenden Kinder und Enkel, die Familie im Besonderen und auch auf diejenigen Lieben, die bereits in der jenseitigen Welt sind.
Der trinitarische Segen – auch in der Ehe
Im weiteren Verlauf ging der Evangelist auf das Bibelwort ein und bezog dabei die einzelnen Bestandteile des trinitarischen Segens immer wieder auch auf die Ehe und das goldene Hochzeitspaar. Es sei doch gerade der göttliche Segen, der ein Ehepaar besonders begleite und trage.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
Die Gnade des Herrn ermögliche uns sündigen Menschen immer wieder einen Neuanfang und kenne keinerlei Grenzen, weder zeitlich noch in ihrem Umfang. Egal wie oft wir mit unseren Bemühungen scheitern, am Ende sei Jesus Christus immer da, um uns neu aufzurichten.
Auch in der Ehe sei es wichtig, dem Partner einen Neuanfang zu ermöglichen. Es käme sicherlich bei jedem Ehepaar zu Situationen, in denen man sich gegenseitig verletze, ob bewusst oder unbewusst. Dann einen Schlussstrich zu ziehen und „neu“ zu beginnen sei ein Zeichen dafür, dass die Gnade Jesu Christi auch in eine Beziehung hineinwirke.
Die Liebe Gottes
Evangelist Ricks beschrieb zunächst die menschliche Liebe. Diese sei ein wenig wandelbar, so sei sie zum Beispiel am Beginn einer Beziehung gerne laut, heiß und explosiv, während sie nach 50 Jahren Ehe vielleicht eher ruhig, fest und verlässlich sei.
Gottes Liebe sei hingegen immer unverändert tief, stabil, treu und von einer unvorstellbaren Tragkraft geprägt. Gott liebe einen jeden Menschen auf gleiche Art und Weise, ohne Unterschiede.
Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
Mit „Gemeinschaft“ sei nicht gemeint, einfach 50 Jahre zusammen zu wohnen. Gemeinschaft des Geistes gehe weit darüber hinaus. Es handele sich dabei um eine innige Verbundenheit und ein besonderes Miteinander, geprägt von göttlicher Liebe. Wo solch eine Gemeinschaft herrscht, treten menschliche Schwächen in den Hintergrund und Gnade und Liebe können ihre Wirkung entfalten.
Ein Segen für unser Umfeld sein
Der Vorsteher der Gemeinde, Priester Reinhold Becker, ging in seinem Predigtbeitrag auf das ein, was Gott zu Abram sagte, als er ihm den Auftrag gab, seine Heimat zu verlassen und in ein fremdes Land zu ziehen: “(Ich) will dich segnen […] und du sollst ein Segen sein.“ (1. Mose 12, 2).
Segen sei kein Selbstzweck. Wir seien dazu aufgerufen, den Segen, den wir immer wieder empfangen dürfen, weiterzutragen. So empfange das goldene Hochzeitspaar heute einen besonderen Segen. Die beiden seien aber selbst auch immer wieder ein Segen für die Familie, die Gemeinde und das persönliche Umfeld. Wir alle wollen ebenso in unserem Umfeld von dem Segen abgeben, den wir in jedem Gottesdienst mitnehmen dürfen.
Heiliges Abendmahl und Segenshandlung
Nach der Freisprache und der Sündenvergebung war die Gemeinde zur Feier des Heiligen Abendmahls eingeladen.
Danach wandte sich Evangelist Sven Ricks persönlich dem goldenen Hochzeitspaar zu. Er sprach davon, dass Barbara und Helmut immer in einer innigen Verbundenheit zueinander aber auch zu Gott ihren gemeinsamen Lebens- und Glaubensweg gegangen seien. Sie hätten für jede Entscheidung immer Gott um Rat gebeten und sich dann daran ausgerichtet. In dieser Verbindung hätten sie sich auch immer gemeinsam in ihrer Gemeinde eingebracht, besonders auch während Helmuts Tätigkeit als Amtsträger, zuletzt im Priesteramt und zeitweise als Vorsteher der Gemeinde Zierenberg.
Evangelist Ricks fuhr fort, dass 50 Jahre schon eine lange Zeit seien. Er sei sich aber sicher, dass die beiden jetzt nicht in den „Ruhestand“ eintreten würden, sondern sich weiterhin so in ihrer Familie und Gemeinde einbrächten, wie sie es bisher getan haben: in gegenseitiger Unterstützung und Verbundenheit und in der Verbindung zu Gott. Der Segen zur goldenen Hochzeit solle den beiden als weitere Quelle der Kraft dienen und ihnen neuen Schwung für den nächsten Zeitabschnitt geben.
Nach dem Abschluss des Gottesdienstes und dem Schlusslied des Gemeindechores konnte die Gemeinde dem Jubelpaar noch gratulieren.
Goldene Hochzeit von Barbara und Priester i.R. Helmut Heymann
1. Juni 2026
Text:
Philip Weiss
Fotos:
Philip Weiss
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