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Mit Herzen, Mund und Händen –
Apostel Kisselbach feiert Gottesdienst
mit Heiliger Versiegelung und Silberhochzeit

 

Am Sonntag, 21. September 2025 feierte Apostel Gerd Kisselbach einen Gottesdienst mit 425 Gläubigen in der Kirche Kassel-Nordost. Neben der Spendung des Sakraments der Heiligen Versiegelung an mehreren Kindern erhielten die Geschwister Sabine und Sascha Tümmler den Segen zur Silberhochzeit.

Eingeladen waren die Mitglieder der Gemeinden Felsberg-Neuenbrunslar, Kassel-Nordost, Kassel-Südwest, Niestetal sowie die Jugend des Bezirks. Außerdem wurde der Gottesdienst digital in weitere Gemeinden des Bezirks übertragen.

Tag des Friedens

Der Beginn des Gottesdienstes stand im Zeichen des Internationalen Tags des Friedens, den der Apostel im Eingangsgebet mit einer dreifachen Bitte in den Mittelpunkt stellte: Er bat um persönlichen Frieden für die Gläubigen, Frieden für unsere Mitmenschen und für die Welt.

Danken mit Herzen, Mund und Händen

Als Grundlage für die Predigt diente Vers 1 aus Psalm 118: „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.“ Im ersten Teil der Predigt legte Apostel Kisselbach den Fokus auf den Dank. Dabei sei es zunächst wichtig, vor den Belastungen des Lebens nicht die Augen zu verschließen, sie aber im Vertrauen auf Gottes Beistand anzunehmen (vgl. Psalm 37, 5 "Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen"). Daraus resultiere der im Bibelwort angesprochene Dank.

Als Anleitung zum Danken empfahl der Apostel einen Ausschnitt aus dem Lob des Hohepriesters Simon (Sirach 50, 22), der durch das Kirchenlied „Nun danket alle Gott“ hohe Bekanntheit erlangt hat. Gott können wir danken „mit Herzen, Mund und Händen“. Den Dank des Herzens verband Apostel Kisselbach mit Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Lebendigkeit. Als Beispiel könne uns Daniel dienen, der in Babylon regelmäßig betete, nicht um Gott sein Leid zu klagen, sondern um ihn zu preisen.

Der Dank mit dem Mund stellt ein Bekenntnis dar. Apostel Kisselbach sprach voll Bewunderung von Jugendlichen, die ihren Glauben und Glaubenserlebnisse auf Social Media teilen und damit ihren Dank Gott gegenüber öffentlich machen, ähnlich wie Petrus und Johannes, die vor dem Hohen Rat bekannten, von dem Herrn reden zu müssen (Apostelgeschichte 4, 20).

Der Dank mit den Händen schließlich werde ausgedrückt im Geben: So mögen wir dem Nächsten, der Gesellschaft Gutes geben, so wie Gott uns Gutes gibt.

Gottes Güte befähigt uns Gutes zu tun

Im zweiten Teil der Predigt nahm Apostel Kisselbach Gottes Zusage in den Blick, seine Güte währe ewig, habe also Bestand in der Zukunft. Während wir nur eine vage Ahnung davon haben, gibt Gott uns die Sicherheit seiner Güte. Dies mögen wir im Alltag nicht vergessen und auf ihn vertrauen: Denn das Vertrauen in die Liebe Gottes kann uns dabei helfen, uns zwischenmenschlich zu begegnen. Der Apostel ermutigte die Gottesdienstteilnehmenden: „Wag den Versuch: Begegne dem anderen mit Wohlwollen.“ Weil die Gnade Jesu in unser Leben reicht, können wir sie annehmen als Antwort Christus auf unsere Unvollkommenheit und auch anderen gnädig begegnen: „Es ist doch mühsam, gnadenlos zu sein“, sagte Apostel Kisselbach. So könne man letztlich sogar die Welt verändern bis zur Wiederkunft Jesu.

Weitere Impulse: Danken lässt sich lernen!

Nach der Hauptpredigt gaben Priesterin Natascha Wagner (Gemeinde Calden) und Priester Maik Augustin (Bezirksvorstehervertreter) den Gläubigen weitere Impulse zum Thema mit.

In ihrem Predigtbeitrag wies Priesterin Wagner darauf hin, dass man Danken lernen kann. Als Vorbild nannte sie Menschen, die schwer geplagt, aber von einem inneren Frieden erfüllt sind. Sie lud die Gemeinde dazu ein, sich bewusst Zeit zu nehmen zu reflektieren, wofür man dankbar sein kann. Als Christ:innen können wir dafür danken, dass Gott uns annimmt und liebt, so, wie wir sind. Der innere Frieden, den uns diese Gewissheit gibt, sei auch im Alltag tragfähig und befähige uns dazu, in anderen auch von Gott geliebte Wesen zu sehen.

Priester Maik Augustin knüpfte in der Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls an diese Gedanken an mit dem Beispiel eines Kindes, das etwas nicht gut gemacht und Sorge vor der Strafe der Eltern hat – stattdessen zeigen sich die Eltern sanftmütig. Er betonte die Gemeinschaft, in der die Gläubigen gemeinsam Gnade erfahren und daraus die Kraft, Gutes zu tun.

Spendung der Heiligen Versiegelung

Einleitend zur Spendung der Heiligen Versiegelung griff Apostel Kisselbach auf ein Bild vom Beginn der Predigt zurück: Nun sei es die Hand Gottes, die die Gabe seines Geistes gibt, als Zeichen seiner Liebe. Diese Gabe, die der Apostel mit einem Senfkorn verglich, sei zunächst sehr klein und unscheinbar, könne aber unter geeigneten Umgebungsbedingungen gedeihen. In diesem Sinne forderte er die Gemeindemitglieder dazu auf, den neu versiegelten Kindern offen zu begegnen und mit ihnen über Gott zu reden. Schließlich brächten gläubige Eltern ihre Kinder nicht in den Gottesdienst, damit sie lernen still zu sitzen, sondern um Gott kennen zu lernen.

Segensspendung zur Silberhochzeit

Das Silberhochzeitspaar wurde mit dem Lied „You raise me up“ (deutsch: "Du ermutigst mich"), vorgetragen vom Jugendchor des Bezirks, zum Altar begleitet. Das darin beschriebene Aufbauen bezog der Apostel auf die Beziehung der beiden: Schon früh hätten sie gemerkt, dass sie einander gut tun. Aus diesem Gefühl habe sich eine tiefe, innige Liebe entwickelt, die durch gute und schwere Phasen trägt. Den persönlichen Danktag des Paares nutzte der Apostel, um stellvertretend für den Bezirk Dank zu sagen für den Einsatz von Sascha Tümmler, auch in seiner Funktion als Bezirksvorsteher, und Sabine Tümmler mit ihren Aufgaben in Gemeinde und Bezirk: „Ihr tragt uns und tut uns gut.“ Mit dem Dank verband er den Wunsch, mit dem Segen für die Zeit nach der Silberhochzeit weiter wirksam sein zu können.

Das Bibelwort für das Silberhochzeitspaar, „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ (1. Mose 12, 2), fand auch Eingang in das Schlussgebet, in dem der Apostel für die Gläubigen darum bat, ein Segen sein zu können.

Musikalisch wurde der Gottesdienst neben dem Jugendchor von einem gemeinsam gebildeten Orchester sowie Chor der eingeladenen Gemeinden umrahmt. Ein besonderes Highlight bildete der Vortrag des Stücks „Halleluja“ aus Händels Messias durch Chor und Orgel.

4. Januar 2026
Text: H.P.
Fotos: Simon Kisselbach

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