Amelie Morbach, Jonas Webel und Jula Neuenhagen sind die drei, die seit Sonntag, 28. April 2024, ihren Glaubensweg eigenverantwortlich gehen dürfen. Dass sie dabei nicht auf sich selbst gestellt und alleine unterwegs sind, wurde ihnen im Dienen des Vorstehers Priester Maik Augustin und im Mitdienen ihres Konfirmandenlehrers Diakon Maurice Zimmermann sowie des Bezirksjugendbetreuers Priester David Kisselbach zugesagt.
Schon vor dem Gottesdienst war die Liedauswahl für Orchester und Chor geprägt von dem Gedanken, dass Jesu Anwesenheit im Lebensschiff Trost und Sicherheit verspreche, und dass die Güte des Herrn so weit reiche, dass sie nicht in Zeit und Raum ende und jedem Menschenkind gelte.
Die gemeinsam gesungene Bitte um Bewahrung auf allen Wegen im Eingangslied und die Zuversicht, dass der Herr Licht und Heil sei und man nichts zu fürchten habe, verbunden mit dem Wunsch, im Haus des Herrn zu bleiben, fassten in Worte, was die Gemeinde sich für die drei wünscht. Gleichzeitig war so der Weg zum Bibelwort „Jesus spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6) bereitet.
Der Weg
„Jeder hat seine eigene Geschichte auf dem Weg zu Gott“, so der Vorsteher, und auf dem Lebensweg könnten plötzliche Geschehnisse die Sicht auf den Weg und das Ziel versperren. Dann gelte es, den Blick auf das Wesentliche zu lenken, Hilfsmittel zu nutzen und sich zu fragen, ob die zu treffende Entscheidung der Beziehung zu Jesus gut tun werde. An Weggabelungen könne man Jesu Rat vertrauen, denn er hat den richtigen Weg gelegt.
Die Wahrheit
Fake-News und die Folgen kennen alle. Umso wichtiger sei es, schon im Alltag zu prüfen, was wahr ist. Auf dem Glaubensweg habe man die Sicherheit, dass Gottes Wort immer Wahrheit sei. Hilfreich und wichtig für das gesamte Leben sei es auch hier zu prüfen, ob die eigene Wahrheit, beispielsweise das Urteil über den Nächsten, der Sichtweise Gottes standhalte.
Das Leben
Leben heiße auch Gemeinschaft pflegen, sich zu unterstützen in Freud und Leid. Jeder sei wichtig in einer Gemeinschaft, oft unbewusst Vorbild, auch schon im jugendlichen Alter. Jugend könne und solle mitgestalten. Und auch da sei Gott dabei als Hilfsschnur, die unterstütze und sichere.
Diese Gewissheit, auf dem Glaubensweg nicht allein zu sein, wurde mit dem Chorbeitrag unterstützt: „Jesus bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund […] Du hast mich guten Menschen anvertraut“.
Die Burg des Glaubens
Im Mitdienen des Konfirmandenlehrers Maurice Zimmermann wurden die Konfirmanden zu „Burgfrauen und Burgherr“, deren Aufgabe es nun sein werde, ihre „Glaubensburg“ einzurichten, die in den vergangenen 14 Jahren auf das Fundament der Taufe gebaut wurde. Er wünscht ihnen, an der Burg einen hohen Turm zur Ausschau auf den Nächsten zu haben, um ihm in Gefahr beistehen zu können - gleichzeitig aber auch, um früh zu erkennen, wenn Gefahr für den Glauben drohe, dann könne die Zugbrücke zum Schutz geschlossen werden.
Gelübde nach der Sündenvergebung
Habt Gott vor Augen und im Herzen, gab den dreien der Bezirksjugendbetreuer David Kisselbach mit auf den Weg. Danach bereitete er die Gemeinde auf das Sakrament des Heiligen Abendmahls vor und erklärte, warum das Konfirmationsgelübde nach der Sündenvergebung gesprochen werde: Nach der Freisprache ist man Gott am nächsten und noch bereiter für den Segen.
Als Einladung an den Altar des Herrn bereitete der Jugendchor mit „Weise mir, Herr, deinen Weg“ den drei Konfirmanden den Weg und sie sprachen mit fester Stimme und überzeugend ihr Gelübde.
Nach Gebet und Schlusssegen fand der Gottesdienst seinen Abschluss mit einer schönen Zusammenfassung im Chorlied: „Gut, dass wir einander haben […] Sorgen, Freude, Kräfte teilen […] und dass Gott in unserer Mitte ist.“
2. Mai 2024
Text:
Susanne Krause
Fotos:
Grete Augustin
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