Kassel. Am Sonntag, 16. Mai 2022 freuten sich die Konfirmandinnen Aileen, Johanna, Miriam und Thea-Lucia, ihre Konfirmation in der Kirche Kassel-Nordost zu feiern. Gemeinsam mit ihren Familien und Freunden sowie den Gemeinden der Konfirmandinnen, Kassel-Harleshausen, Kassel-Nordost, Niestetal und Wolfhagen, erlebten sie einen besonderen Gottesdienst im großen Kreis.
Die über 150 Gottesdienstteilnehmer sangen zu Beginn des Gottesdienstes gemeinsam das Lied „Herr Jesu, dir zu leben gelobt mein Herz und Mund“. Dem Gottesdienst diente als Grundlage das Bibelwort aus Psalm 60, 14 „Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde zertreten.“
Jesus unsere Sonne
Zu Beginn legte Bezirksältester Sascha Tümmler den Dank für das Licht des neuen Tages ins Gebet, welches Wärme, Hoffnung und Orientierung schenke. Für einen jeden möge Gott allezeit die Sonne sein, Jesus Christus immer ein Licht sein, welches dazu ermutigt zu sagen: „Ich bin ein Christ und möchte ihm nachfolgen!“
Gemeinsam mit Jesus gegen das Böse kämpfen
Das vorgelesene Psalmwort klinge vermutlich etwas hart und nicht mehr zeitgemäß, aber es müsse einmal im Kontext betrachtet werden, so der Bezirksvorsteher. König David besingt hier seine schwierige Situation. Er befindet sich im Krieg mit dem Volk Israel, welches schon mehrere Kämpfe verloren hatte. Nun erinnert er sich in seiner ausweglosen Situation an seinen Bund mit Gott und ist sich sicher: Gott wird sich kümmern.
Auch unser Leben befinde sich häufig in den verschiedensten Kämpfen. Häufig auch Kämpfe gegen die Sünde, also das Böse. Der Bezirksälteste rief die Gemeinde auf, dass sich doch alle an ihr Konfirmationsgelübde erinnern, wo man versprochen hat „dem Bösen zu entsagen“ und mit Jesus kämpfen zu wollen. Dies sei für jeden von uns nicht immer einfach. Auch die Apostel zu Zeiten Jesu hätten ihre eigenen Kämpfe auszutragen, aber sie haben nie die Geduld verloren.
Gemeinsam kämpfen
Bezirksvorsteher Tümmler wies darauf hin, das Gute zu tun und das Böse zu lassen. Dabei fragte er in die Gemeinde, was das Gute denn sei. Er führte zwei große Aspekte an: Anderen zu vergeben und Andere wertzuschätzen. Den Anderen mit all seinen Eigenarten als Schöpfung Gottes anzusehen und die Fehltritte des Anderen anzunehmen und diese zu vergeben; das sei eine wahrlich schwierige Aufgabe. Nur in der Gemeinschaft sei diese Aufgabe zu bewältigen.
Entscheidung: Jesus Christus nicht verlassen
In seinem Predigtbeitrag ging Diakon Maurice Zimmermann (Gemeinde Niestetal) auf ein persönliches Erlebnis ein. Eines mittwochabends entschied er sich gegen den Gottesdienst und für einen Pizzaabend mit Freunden, an welchem er nach Gottesdienstende auf seinen Vorsteher traf. Er zeigte damit auf, dass niemand perfekt ist und auch niemand nur für seinen Vorsteher in den Gottesdienst gehen solle. Es sei immer eine Entscheidung, Jesus Christus nicht zu verlassen, sich bewusst für Jesus Christus zu entscheiden und diesen Weg mutig zu gehen. Jesus gibt uns die Kraft dazu und wird uns wie ein Freund niemals verlassen.
Ich bin das Licht der Welt
Hirte Michael Koch, Vorsteher der Gemeinde Kassel-Harleshausen, griff in seinem Predigtbeitrag noch einmal das Bild auf, dass die Sonne Licht und Wärme schenkt. Er blickte auf die Konfirmationskerzen, die auf ihre Art und Weise ebenfalls Licht und Wärme spenden. Sie sollen die Konfirmandinnen an Jesus Christus erinnern, der von sich selbst gesagt hat: Ich bin das Licht der Welt. Er wolle einen jeden mit seinem Licht auf dem Weg begleiten.
Verlasst euch auf Gott
Zur Vorbereitung auf die Spendung des Konfirmationssegens führte Bezirksvorsteher Sascha Tümmler aus, dass Gott uns nie verlassen wird. Er stelle sich zwei Paar Fußspuren im Sand vor. Manchmal scheine es, als sei ein Paar verschwunden, sodass man sich allein fühlt. Aber gerade an diesen Punkten in unserem Leben, in welchen wir glauben Gott hätte uns verlassen, da habe er uns getragen. Gott verlässt euch nicht, vertraut auf ihn.
Bereits vor der Ansprache an die Konfirmandinnen verlas Diakon Zimmermann einen Brief des Stammapostels anlässlich der Konfirmation vor. Nach der Segenshandlung wurden die Konfirmandinnen herzlich mit Blumen von Vertreter*innen der Jugend begrüßt. Zum Abschluss des Gottesdienstes stimmte die ganze Gemeinde voller Freude in das Lied "Singt ein Lied von Gott" mit ein.
Musikalischer und technischer Rahmen
Der Gottesdienst wurde von einem Streicherensemble und einem kleinen Chor, überwiegend aus jugendlichen Musikern, begleitet. Neben den über 150 anwesenden Gottesdienstteilnehmern in der Kirche waren viele weitere Gäste und Gemeindemitglieder per IPTV und Telefon angeschlossen (etwa 70 Anschlüsse).
19. Mai 2022
Text:
Sarah Jonen
Fotos:
Sven Schroer
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