Am Dienstag, 17. Juni 2025 feierte Bezirksapostel Stefan Pöschel in der Kirche in der Fuldatalstraße in Kassel einen Gottesdienst für die Gruppe der Senioren. Neben den Senioren des Bezirkes Kassel-Korbach waren auch etliche Senioren aus Nachbarbezirken, vorrangig aus dem Bezirk Hersfeld-Lauterbach, angereist.
Knapp 300 Gottesdienstteilnehmer vor Ort und weit über 130 per IPTV und Telefon angeschlossene Glaubensgeschwister erlebten an diesem Dienstagnachmittag einen besonderen Gottesdienst. Bezirksapostel Stefan Pöschel begrüßte die besondere Gemeinde und stellte fest, dass man in dem Kreis der Teilnehmenden ein großes Stück an Glauben gepaart mit vielerlei Glaubenserlebnissen finden würde.
Lass mich deine Herrlichkeit sehen
Im Fortgang erläuterte er den Kontext zum gewählten Bibelwort aus 2. Mose 33, 18.19a: „Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen! Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und ausrufen den Namen des Herrn.“
Nach dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten unter der Führung von Mose kam das Volk am Schilfmeer das erste Mal in Bedrängnis. Sie erlebten Gott und hatten wieder Mut geschöpft. Kurze Zeit später plagte sie die Angst vor dem Verhungern und Verdursten. Gott schenkte ihnen Wasser sowie morgens Manna und abends Wachteln zu essen. Auf ihrer 40 Jahre währenden Wanderung ins gelobte Land kamen sie immer wieder ins Straucheln. Und immer wieder war Mose mit Gott im Gespräch, bis er eines Tages den Wunsch äußerte: Lass mich deine Herrlichkeit sehen.
Der Bezirksapostel übertrug dieses Bild auf die heutige Zeit. Auch bei uns könne schnell der Gedanke kommen: Gott, lass mich deine Herrlichkeit sehen! Als edle Motive, um dies sehen zu dürfen, nannte Bezirksapostel Pöschel, dass man eventuell in Krankheit leben müsse, ein Partner inzwischen in die Ewigkeit gegangen sei oder andere die Seele belastende Gründe. Gott gebe aber in diesen Situationen die gleiche Antwort wie damals einem Mose: Erinnere dich an meine Güte!
Gottes Herrlichkeit schon heute sichtbar
Bezirksapostel Pöschel zeigte auf, wo wir heute die Herrlichkeit Gottes sehen könnten. Zum einen nannte er die Schöpfung, zum anderen sei es ein Stück Herrlichkeit, wenn uns manchmal die Ärzte nicht alles erklären könnten. Des Weiteren sei die Herrlichkeit in Gottes Heilsplan sichtbar sowie im geistgewirkten Wort. Wird dies im Glauben erfasst, kann man erleben: Gott hat geholfen, auch wenn wir es in dem Augenblick nicht verstanden haben.
Im Prolog des Johannesevangeliums heißt es: "In ihm war das Leben ...und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit" (vgl. Johannes 1, 4a.14). Der Bezirksapostel empfahl, sich intensiver mit dem Evangelium zu beschäftigen.
Die Herrlichkeit Gottes sei auch im Werk Gottes zu sehen. Oft bleibe man an den Unvollkommenheiten hängen. Die Bitte an Gott könnte lauten: "Lass mich einen klaren Blick haben und das Schöne im Werk Gottes sehen", so der Bezirksapostel. Auch der Reichtum der Sakramente sei ein Stück der Herrlichkeit, in der sich Gott uns schenkt.
Gott sehen, wie er ist
Zuletzt zitierte Bezirksapostel Pöschel die Worte aus der Offenbarung 21, wo es u.a. heißt: "Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen … das Erste ist vergangenen". Dort heißt es, dass wir Gott sehen werden, wie er ist.
Apostel Gerd Kisselbach hob die Treue von Mose hervor. Er habe nicht aufgehört, die Verbindung zu Gott zu suchen. Der Apostel empfahl der Gemeinde, ebenfalls in der Verbindung zu Gott zu bleiben. Bei der Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste zog Gott tagsüber in der Wolkensäule und nachts in der Feuersäule vor ihnen her. Heute gebe uns Gott in einem jeden Gottesdienst seinen Segen - seine Begleitung - mit: "Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!" (vgl. 2. Korinther 13,13)
Bezirksapostel Pöschel lud alle zur gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls ein. Danach endete der Gottesdienst mit dem Schlusssegen und einem Lied des Bezirksseniorenchores, der den Gottesdienst musikalisch umrahmte.
Verabschiedung und Brunch
Bezirksapostel Pöschel, Apostel Kisselbach sowie Bezirksältester Tümmler und Bezirksvorstehervertreter Augustin standen noch zum Verabschieden zur Verfügung, bevor alle zum gemeinsamen Brunch eingeladen waren.
22. Juni 2025
Text:
Marco Wagner
Fotos:
Sven Schroer,
Wolfgang Zier
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