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Gottesdienst für Senioren des Bezirks

 

Am Sonntag, 19. Oktober 2025 waren die Senioren des Bezirks Kassel-Korbach zu einem Gottesdienst in die Kirche nach Korbach eingeladen. Für diejenigen, denen der Weg nach Korbach nicht möglich war, gab es die Möglichkeit, den Gottesdienst in zwei Kirchen des Bezirks oder per IPTV zuhause mitzuerleben.

Bezirksältester Sascha Tümmler begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes die rund 150 Anwesenden in der Kirche Korbach sowie rd. 150 Geschwister, die per IPTV-Übertragung in den Kirchen Kassel-Harleshausen und Oberweser-Solling oder von zuhause aus den Gottesdienst miterlebten.

Wiederholung des Wesentlichen

Zunächst ging der Bezirksvorsteher auf das vorgetragene Lied "Gott ist die Liebe" des Seniorenchores ein, worin es heißt "...drum sag ich's noch einmal ...". Er erinnerte sich an seine Kinderzeit. Wenn es hieß "ich sag's dir noch einmal", dann war damit etwas Wichtiges verbunden, was man verstehen sollte. Heute gilt es zu verstehen, dass Gott die Liebe ist.

Beim Blick auf den Verlauf des Lebens stelle man fest, dass es viel Veränderung gebe. Insbesondere beim Anschauen von Fotos oder Chroniken merke man, was sich denn im Laufe der Jahre verändert habe. Das sei gar nicht schlimm, denn Veränderungen habe es zu allen Zeiten gegeben. Die Gemeinden wären mal größer gewesen, aber der Bezirksälteste sprach von einer tollen Jugend, die trotz der vielen anderen Angebote ihres Glaubens lebe.

Gott ist die Konstante

Trotz aller Veränderungen gebe es eine Konstante: Gott ist immer der Gleiche. In Bezug auf das Bibelwort aus 1. Könige 19,14: "Er (Elia) sprach: Ich habe für den Herrn, den Gott Zebaoth, geeifert; denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir das Leben nehmen.", sprach der Bezirksvorsteher, dass es bei Elia der gleiche Gott gewesen sei, an den auch wir heute glauben.

Zunächst beschrieb der Bezirksälteste, welch großartiger Mensch Elia war. Gott hatte Elia erwählt, ihn versorgt, begleitet und gesegnet. Mit dem Blick in die Gemeinde sei es auch heute so: Gott habe jeden Einzelnen erwählt, wolle uns segnen und versorgen. " Ich bin mit euch an allen Tagen", habe Gott zugesagt. Der Gottesdienst könne auch ein Augenblick sein, wo wir Gott danken, dass er uns erwählt habe, dass er uns liebt und immer bei uns war.

Elia war ein wahrer Eiferer und habe sich von Gott in die Hand nehmen lassen. Auch die anwesende Gemeinde habe im Leben viel für den Herrn gestritten, sich eingesetzt im Werk des Herrn und auch viel mit Gott erlebt. Bezirksältester Tümmler bedankte sich für die vielerlei Einsätze, die so die Gemeinden erhalten haben.

Elia habe für Gott gestritten und die vielen Bals-Priester herausgefordert. Er ließ sie einen Altar errichten und errichtete ebenfalls einen Altar. So sollte sich zeigen, welcher Gott der wahre sei, indem er das Opfer auf dem Altar entzünden würde. Elia hatte sogar noch Wasser über den Altar gegossen, aber Gott bekannte sich zu ihm, während es bei den Bals-Priestern beim Anrufen ihres Gottes blieb. Nachdem die Priester Bals umgekommen waren, ließ Isebel, die Frau des Königs, Elia ausrichten, dass sie ihn töten lassen werde. Daraufhin versteckte sich Elia enttäuscht und verzagt, und meinte, dass sein Leben keinen Sinn mehr habe. 

Gott stärkt in "Elia-Momenten"

Auch in der Gemeinde könnte der eine oder andere sein, der einen solchen Elia-Moment kennt. Der Bezirksvorsteher zählte einige Punkte auf, die einen zu dem Gedanken kommen lassen könnten: Was hat es denn genützt? Eventuell habe man eine schlechte Diagnose erhalten oder einen lieben Menschen abgeben müssen. Zu Elia schickte Gott einen Engel, als er unter dem Strauch lag, und forderte ihn auf: "Iss und trink, du hast noch einen weiten Weg vor dir". Gott sieht auch unseren Schmerz, nimmt Anteil daran und stärkt uns durch das Wort im Gottesdienst, durch den Heiligen Geist oder die Gemeinschaft in der Gemeinde. Gott stärkt uns durch seinen Frieden im Gottesdienst; dies ist nicht nur ein Stück Liturgie.

Gott sagte Elia, dass er noch einen Weg zu gehen habe. Der Bezirksvorsteher machte deutlich, dass auch wir noch unsere Wege vor uns haben, aber alle das gleiche Ziel: die Gemeinschaft bei Gott. Und dafür habe sich jeder Einsatz und jedes Eifern gelohnt. Der Lohn des Herrn sei für jeden gleich, es sei der vollkommene Lohn: ewige Gemeinschaft mit dem Herrn.

Reiches Versprechen: Ich leite dich!

Bezirksvorstehervertreter Priester Marco Wagner zitierte zu Beginn des Predigtbeitrags das Eingangslied der Gemeinde: "Reiches Versprechen hat Gott uns gegeben - mit meinem Auge leite ich dich." Welch eine Sicherheit sei das.

Beim Blick auf Elia erwähnte er das Erleben der Witwe zu Zarpat, die mit ihrem Sohn das Ende ihres Lebens erwartete, weil die Essensvorräte zur Neige gingen. Dann kam Elia und bat sie, von den Resten der Vorräte ein Brot zu backen. Aufgrund ihres Glaubens erlebte sie, dass ihre Krüge gefüllt wurden und nicht mehr leer wurden. 

Priester Wagner erwähnte im Bezug auf das Bibelwort, dass jeder mit Gott einen Bund geschlossen habe – durch die Taufe bzw. die Konfirmation – es aber auch einige gebe, die diesen Bund verlassen oder aus dem Fokus verloren hätten. Gott habe Elia den Auftrag gegeben: „Gehe hin“. Dies führte ihn zu dem Gedanken: „Wen kann ich mit meinem Eifer für den Herrn wieder einmal auf den geschlossenen Bund hinweisen?“ Dies müssten keine großen Worte sein, es reiche auch der Rat „vertrau auf Gott – und du wirst sehn, dass Gott sich zu dir bekennt.“

Welch eine Kraft steckt im Unscheinbaren

Der Vorsteher der Gemeinde Korbach, Priester Jens Plaßmann, stellte den Satz „Der liebe Gott ist die Konstante in deinem Leben“ an den Beginn seines Predigtbeitrags. Vieles in unserem Leben ändere sich, aber die Liebe Gottes sei konstant und aus dieser Liebe könne man nicht herausfallen, so der Priester.

Für Elia sei es wichtig gewesen, für den Herrn zu streiten und „kein Hintertürchen“ zu suchen. Priester Plaßmann stellte den Senioren des Bezirks das schöne Zeugnis aus, dass es ihnen wichtig sei, sich immer wieder für den Herrn einzusetzen. Er zitierte Apostel Rudolf Schilling, der einmal mit Bezug auf die Situation von Elia gesagt habe: Welch eine Kraft muss Gott in dieses unscheinbare Gericht des gerösteten Brots und des Glases Wassers hineingelegt haben, dass er sich anschließend aufmachen und weiter für den Herrn streiten konnte. Der Gottesdienst, die Gemeinschaft und das Heilige Abendmahl seien ganz unscheinbare Elemente, aber es seien die von Gott gegebenen Kraftquellen, so der Priester.

Abendmahl - Schlusssegen - Brunch

Nach dem Predigtteil war die Gemeinde eingeladen zur Feier des Heiligen Abendmahles. Zum Abschluss des Gottesdienstes lud der Dirigent des Seniorenchores die ganze Gemeinde ein, gemeinsam das Lied „Der Herr ist mein Licht“ zu singen. Nach dem Verabschieden waren die Anwesenden eingeladen, sich am reichhaltig gestalteten Buffet mit Herzhaftem und Süßem zu stärken und die Gemeinschaft zu nutzen.

10. November 2025
Text: Marco Wagner
Fotos: Daniela Weiss

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