Am Sonntag, 23. März 2025 fand in der Kirche Bad Wildungen ein bewegender Familiengottesdienst für unseren Bezirk statt, der unter dem Motto "Gutes tun verändert Leben - die Heilung des Gelähmten" stand. Über 40 Kinder waren mit ihren Eltern und Lehrkräften gekommen.
Vor dem Gottesdienst
Bereits vor dem eigentlichen Gottesdienst hatten die Kinder die Gelegenheit, an vier Mitmachstationen spielerisch in die Geschichte aus der Bibel einzutauchen. Die Stationen boten vielfältige Erlebnisse: Beim Bau eines Hauses wie zu Jesu Zeiten konnten die Kinder kreativ werden. Eine weitere Station lud dazu ein, die Szenerie des Gelähmten durch das Dach auf Papier festzuhalten, auszuschneiden und mit nach Hause zu nehmen. Die Bedeutung von Zusammenarbeit wurde erlebbar, als Gruppen von vier Kindern gemeinsam einen Gegenstand mit Wasser balancieren mussten. In der letzten Station konnten die Kinder die biblische Geschichte in einem Video kennenlernen und nacherzählen.
Teamarbeit gefragt
Für alle Besucher gab es zudem die Möglichkeit, einen individuellen Namens-Button zu gestalten. Besonders Mutige durften ausprobieren, wie es sich anfühlt, von vier Personen auf einem Handtuch getragen zu werden und so die Erfahrung des Gelähmten nachzuempfinden.
Kurz vor 11 Uhr versammelten sich alle Teilnehmenden im Gottesdienstraum, um sich durch Gesang und Orgelspiel auf den Gottesdienst einzustimmen. Der Altar war mit Blumen von Kindern geschmückt worden.
Gutes tun verändert Leben
Der Gottesdienst selbst – basierend auf dem Bibelwort aus Markus 2,5: "Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben" – wurde von Priester Andreas Hause geleitet. In seiner Predigt hob er hervor, wie wichtig Zusammenarbeit sei, ein Gedanke, den die Kinder auch durch ein stummes Vorspiel der Singflöhe veranschaulicht bekamen. Die Szene des Gelähmten wurde eindrucksvoll nachgestellt: Eine "gelähmte" Puppe wurde auf einer Matte von vier Kindern durch das Kirchenschiff getragen. Doch die anderen versperrten den Weg zu Jesus in der Mitte der Kirche, sodass der "Gelähmte" schließlich von der Empore herabgelassen wurde.
"Gutes tun verändert Leben" war der zentrale Gedanke der Predigt von Priester Andreas Hause, der mit viel Elan und unter reger Beteiligung der Kinder den Wortbeitrag gestaltete. Die vier Freunde in der biblischen Geschichte hatten das Leben ihres gelähmten Freundes durch Mitgefühl, Ideenreichtum, Zusammenarbeit und Ausdauer für immer verändert. Das Gute, das die Freunde getan hatten, soll auch für unser tägliches Leben Beispiel sein.
Priester Maik Augustin, stellvertretender Bezirksvorsteher, ergänzte in seinem Mitdienen, was WIR Gutes tun können, und verwies auf den diesjährigen Apostelauftrag. Dabei erinnerte er an die "Goldene Regel" der Nächstenliebe: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu". Oder anders gesagt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Er ermutigte die Kinder, auf Jesus zu vertrauen, denn dann seien auch heute noch wundersame Veränderungen wie die Heilung des Gelähmten möglich.
"... innen, außen, oben, unten ..."
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch die Singflöhe unter der Leitung von Sabine Blanckenberg umrahmt, begleitet von Michel und Steffen Hause am Klavier. Zum Abschluss des Gottesdienstes brachte Bezirkskinderbeauftragte Angela Tietz alle noch einmal in Bewegung. Mit viel Freude wurde ein gemeinsames Lied gesungen und mit Gesten begleitet: "Ich bin innen, außen, oben, unten glücklich alle Zeit. Seit Jesus zu mir kam, die Sünde von mir nahm...". Ein belebender Abschluss für einen Gottesdienst, der in Erinnerung bleibt.
Nach dem Gottesdienst
Hungrig musste niemand die Kirche verlassen, denn viele der Teilnehmenden hatten etwas zu einem leckeren Buffet beigesteuert. Mit Apfelschorle und schönen Gesprächen klang der erste Familiengottesdienst des Jahres mit neu gestaltetem Ablauf aus.
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