Am Sonntag, 14. Juli, empfingen Margrit und Diakon i. R. Gottfried Roewer in der Gemeinde Calden den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit aus der Hand des Bezirksältesten Sascha Tümmler.
Der Bezirksälteste predigte mit dem Bibelwort aus Johannes 6, 68-69: „Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“
Stärkung auf dem Glaubens- und Lebensweg
Lebenswege verlaufen nicht immer fadengerade, wir verstehen manche durchlebte Erfahrung durch die verschiedenen Abbiegungen und Wendungen nicht, verdeutlichte Bezirksältester Tümmler. Auch der Lebensweg Jesu war von Abbiegungen und Umwegen geprägt.
Wir sind aber als Gemeinde heute im Gottesdienst anwesend und Gott will uns hier begegnen. Das ist der Grund unseres Gottesdienstbesuches: Wir treten vor den Herrn und haben eine Begegnung mit ihm. Gott will uns seine Hilfe geben und uns neu stärken auf dem Glaubens- und Lebensweg.
Ein freudiges “Ja“ zu Jesus Christus
Weiter erläuterte der Bezirksälteste, dass in den Bibelversen vor dem heute vorgelesenen Bibelwort Jesus davon spricht, dass nur der selig wird und das Leben hat, wer sein Fleisch isst und sein Blut trinkt. Dies war für die Juden in der damaligen Zeit schwer zu verstehen und ist es auch heute noch für viele Gläubige. Damals gingen viele seiner Jünger von ihm, nur zwölf sind bei ihm geblieben. Jesus fragte diese zwölf Jünger:“ Wollt ihr auch gehen?" Simon jedoch antwortete: “Wohin sollen wir gehen? Wir haben erkannt, du hast Worte des ewigen Lebens.“ (vgl. Joh.6,67-69).
Der Bezirksälteste verwies darauf, wenn wir dies auf die jetzige Zeit und unseren Glauben übertragen, so stellt sich uns auch so manche Frage mit Blick auf die beunruhigenden Geschehnisse im aktuellen Weltgeschehen. Wollen wir deshalb von ihm gehen? Gehen wir aus Tradition oder Gewohnheit zum Gottesdienst? Auch wenn es Schwierigkeiten auf dem Lebensweg gibt und es anderen - die sich nicht nach dem christlichen Glauben richten - vermeintlich so gut geht, wollen wir dennoch bei ihm bleiben. Dies sei vergleichbar mit einer langjährigen Ehe, es hilft, die Konzentration auf die vorhandenen Gemeinsamkeiten zu richten und nicht auf die Dinge, die nicht so gut verlaufen.
Wir wollen Jesus immer freiwillig und mit Freuden ein neues „Ja“ bestätigen und mit ihm gemeinsam weitergehen, so die eindringlichen Worte des Bezirksvorstehers. Machen wir uns stets bewusst: Er ist der Heilige Gottes. Und er ist der Richtige für uns. Wir brauchen die Beziehung zu Jesus, wir gehen nicht von ihm, sondern treten vor den Herrn und suchen den Herrn im Gebet. Er zwingt uns aber nicht, sondern möchte eine freiwillige Entscheidung. Jesus gibt Worte des ewigen Lebens und eine Einladung in die Zukunft, die ewige Gemeinschaft mit ihm, verdeutlichte Bezirksältester Tümmler in seinen abschließenden Worten an die Gemeinde.
Predigtbeiträge
In seinem Predigtbeitrag führte Priester Uwe Sator aus, man könnte meinen, es sei heute etwas altmodisch 50 Jahre verheiratet zu sein. Auf dem langen Weg helfe es sehr, Gott in die Mitte zu nehmen.
Unser himmlischer Vater und der Glaube sollen auch bei uns im Mittelpunkt stehen. Jesus drängt sich nicht auf, du musst ihm nicht folgen. Unsere Antwort aber sei: Ja, ich will bei Dir bleiben. Ja, ich will dein Kind sein und mich unter den Segen stellen. Ja, ich will in deinem Herzen sein. Die Liebe ist die treibende Kraft und Gottes Liebe ist umfassend. Wir wollen auf ewig bei Gott sein, nur Beständigkeit führt zum Ziel.
Priester Simon Paul aus der Gemeinde Kassel-Harleshausen betonte, dass er heute sehr gern in Calden dabei sein wollte, da er viele Jahre der Gemeinde Vellmar zugehörig war, so wie auch die Geschwister Roewer.
Nun sind die beiden Gemeinden miteinander verschmolzen. Gott macht aus etwas Altem etwas Schönes und Neues. Gott ist treu und gibt uns Zuversicht. Die Beschäftigung mit der Fragestellung, ob auch wir von Jesus gehen wollen, gibt uns die Gelegenheit, uns neu zu positionieren und das „Ja“ zu Gott abermals zu bestätigen.
Ansprache an das Goldene Hochzeitspaar
Nachdem der Vortrag des Wunschliedes der Geschwister Roewer „Es ist ein Tag voll Glanz und Pracht, dem wir entgegen gehen“ durch den Chor verklungen war, betonte Bezirksältester Tümmler in seiner Ansprache an das Hochzeitspaar, dass nun ein neuer Segen gespendet werde. Der vorherige „alte“ Segen brauche sich jedoch nicht auf, sondern Segen Gottes sei immer in die Zukunft gerichtet.
Nach der Segensspendung an das Goldene Hochzeitspaar feierte die Gemeinde das Sakrament des Heiligen Abendmahls.
Segen und Verabschiedung
Der Gottesdienst endete mit einem gemeinsamen Gebet und dem dreifachen Schlusssegen. Chorgesang sowie Klavier- und Orgelspiel sorgten für eine feierliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes und erfüllten so manchen - zuvor erbetenen - Liedwunsch des Goldenen Hochzeitspaares.
Allen Geschwistern bot sich anschließend die Gelegenheit, sich persönlich zu verabschieden, herzlich zu gratulieren sowie alle guten Wünsche für die weitere gemeinsame Zukunft auszusprechen.
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