Am Sonntag, 27. August 2023 feierte Bezirksältester Sascha Tümmler den Gottesdienst in der Kirche Kassel-Nordost, zu dem auch die Gemeinden Calden und Kassel-Harleshausen sowie Kassel-Nordost eingeladen waren. In diesem Gottesdienst erhielten Reini und Hirte i.R. Peter Anding den Segen zur ihrer Goldenen Hochzeit.
Bezirksältester Tümmler legte seiner Predigt das Bibelwort aus Lukas 21.36 zugrunde: „Wachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.“
Wie sieht Jesus dich ...
Er erläuterte, dass der Gottesdienst von zwei Schwerpunkten geprägt sei: Zum einen kommen die Gläubigen als eine Gemeinde zum Gottesdienst am Sonntag zusammen, um Gemeinschaft und Abendmahl zu erleben, zum anderen möchten sie den Segen Gottes erhalten. Dies sei auch im Eingangslied des Chores „Der Heiland sorgt für dich" zum Ausdruck gekommen.
Nie wollen wir vergessen, wie wertschätzend Jesus uns sieht, so der Bezirksälteste. Er verdeutlichte dies mit dem Bibelwort aus Matthäus 10,29-31: „Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge.“
Jesus sei uns stets nahe. Er habe die Vergangenheit gestaltet, gestalte die Gegenwart und werde auch die Zukunft für uns gestalten. Dabei sei uns bewusst, dass der Glaubensweg nicht einfach sei, sondern dass es viele Herausforderungen, Gefahren und Ablenkungen gebe, denen wir mit Wachsamkeit begegnen wollen. "Bleiben wir in der ersten Liebe", so eine Aufforderung des Bezirksvorstehers. Wenn sich Abstände zu Jesu und dem himmlischen Vater auftun würden, aufgrund der alltäglichen Geschehnisse um uns herum, die wir nur schwer verkraften und verstehen könnten, so sollen wir doch immer anstreben, den Abstand wieder zu schließen. Dies geschehe auch durch erlebte Gemeinschaft in der Gemeinde. Wir wollen im Gebet (Gespräch) stets die Nähe Jesu und auch die Verbindung zu unserem himmlischen Vater suchen.
Prognose oder Verheißung?
In seinem Predigtbeitrag ging Priester Marco Wagner auf den Text des vorgetragenen Chorliedes ein: „Ist auch die Zukunft meinem Blick verhüllt, vertrau ich still.“ Unser himmlischer Vater wisse, wie die Zukunft aussieht, wir könnten ihm vertrauen. Gott habe uns Verheißungen gegeben und keine Prognosen, führte Priester Wagner aus. Dies sei etwas völlig Unterschiedliches, denn Prognosen seien stets von der Unsicherheit geprägt, ob sie auch wirklich eintreffen. Eine Verheißung unseres himmlischen Vaters dagegen stehe fest; er erfüllt sie und gibt uns Sicherheit für die Zukunft. Wir wollen daher auch stets vorbereitet sein, auf das verheißene Kommen Jesu.
Wie lautet deine Antwort auf die Liebe Gottes?
Bezirksevangelist Manfred Kesting hob in seinem Predigtbeitrag hervor, dass Jesus alles für uns tue. Wir würden des Öfteren an unserem Verstand scheitern und meinen, dass nichts mehr getan werden kann, um eine Situation zu ändern. Jesus scheitere daran nicht und Gott mache alle Wege möglich. Er biete uns immer seine Liebe und Fürsorge an, damit wir das Ziel, die ewige Herrlichkeit, erreichen könnten. Wie jedoch sehe unsere persönliche Antwort auf die Liebe Gottes aus? Der Bezirksevangelist veranschaulichte die Antwort mit den Worten aus einem Liedervers: „Dies sei alle meine Tage meine Sorge, meine Frage, ob der Herr in mir regiert.“
Segen zur Goldenen Hochzeit
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls trug der Chor zur Vorbereitung der Segensspendung eine Liedstrophe vor, in der es heißt: „In Ehrfurcht will ich vor dich treten, herzinnig dir mein Danklied weihn, will neu um deinen Segen beten und ganz deiner Hut befohlen sein.“
In seiner Ansprache an das goldene Hochzeitspaar ging Bezirksältester Tümmler darauf ein, dass Hirte i.R. Peter Anding nicht nur jahrelang als Vorsteher der Gemeinde Calden gedient hat, sondern dass sich beide gemeinsam und in vielfältiger Weise besonders der Musik in der Kirche verbunden fühlten und stets aktiv mitwirkten. Beide haben sich auch im Besonderen in der Arbeit für die Jugend eingebracht und viele schöne Stunden mit den jungen Geschwistern verbracht.
Bezirksältester Tümmler verwies in seinen Worten darauf hin, dass nun ein erneuter Segen zur goldenen Hochzeit gespendet werden soll. Man könne denken, es sei eigentlich ausreichend Segen in der Vergangenheit zur Trauung und zum silbernen Hochzeitsjubiläum gespendet worden. Warum nun noch einmal ein Segen Gottes? Werde dieser im Laufe der Zeit aufgebraucht? Nein, dies sei gewiss nicht der Fall, erläuterte er. Gottes Segen sei immer in die Zukunft gerichtet. Jeder persönliche Lebensweg sei von Höhen und Tiefen geprägt, die wir nicht alle voraussehen könnten. Um unbeschadet hindurchzukommen, helfe immer Segen und Vertrauen in Gott: "Er wird’s wohl machen". Für die weitere gemeinsame Zukunft gab der Bezirksälteste den Jubilaren ein Wort aus Psalm 62,6.7 an die Hand: „Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht wanken werde.“
Anschließend spendete er dem goldenen Hochzeitspaar den zuvor erbetenen Segen Gottes.
Schlusssegen und Verabschiedung
Der Gottesdienst endete mit einem gemeinsamen Gebet der Gemeinde und dem dreifachen Schlusssegen. Gemeinsamer Chor und Orchester der eingeladenen Gemeinden sowie Klavier- und Orgelspiel sorgten für eine feierliche und innige musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.
Alle anwesenden Geschwister hatten anschließend die Gelegenheit dem Goldenen Hochzeitspaar herzlich zu gratulieren und alle guten Wünsche für die Zukunft auszusprechen sowie sich vom Dienstleiter persönlich zu verabschieden.
12. September 2023
Text:
Angelika Kinzel
Fotos:
Rudi Trebing,
Natascha Wagner
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