Baunatal. Die neuapostolische Kirchengemeinde Baunatal feierte am Sonntag, 6. Oktober den Erntedankgottesdienst 2019. Unter dem Motto „Reiche Gnade, reicher Dank“ unterstrich der Dienstleiter zu Beginn der Predigt, die Bedeutung des „Guten Werkes“.
Als Grundlage für diesen besonderen Gottesdienst, diente in allen Gemeinden am Erntedankfest das Bibelwort aus 2. Korinther 9,8: „Gott aber kann machen, das alle Gnade unter euch allen reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volles Genüge habt und noch reich seid, zu jedem guten Werk.“
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb
Der Gottesdienstleiter ging zu Beginn seiner Predigt auf den Refrain des gerade vom Chor vorgetragenen Liedes ein: „ Meinst du mich, Herr?“ Ja, so betonte er, er meint dich und mich und jeden, denn er kann machen, dass „alle Gnade unter euch allen reichlich sei und ihr allezeit in allen Dingen volles Genüge habt“. Entnommen ist das Bibelwort der damaligen Situation, als Apostel Paulus Spenden brauchte für die Christen in Jerusalem und Mazedonien. Apostel Paulus hatte den Mitgliedern in der Gemeinde zu Korinth gesagt, wenn man etwas gibt, und sitzt reichlich im Segen, wird man eigentlich nicht arm. Es muss nicht als Widerspruch verstanden werden. Man gibt etwas weg, man spendet, und trotzdem geht’s dir gut. Dabei spielt auch die Herzenseinstellung eine wichtige Rolle. Einen fröhlichen Geber, der sich dem anderen selbstlos und unaufgefordert zuwendet, den hat Gott lieb (nach 2. Korinther 9,7).
Was ist eigentlich Dankbarkeit?
Es fängt mit Kleinigkeiten an. Man kommt mit seinem Auto an einen Engpass. Es kann diesen nur einer passieren. Der eine gibt ein Lichtzeichen, der andere fährt. An der Stelle, wo man aneinander vorbei fährt, folgt eine nette Geste, ein Gruß. Der andere nimmt also zur Kenntnis, dass man sich über seine Geste gefreut hat. Vielleicht wird auch er das nächste Mal in der gleichen Situation so freundlich reagieren. Dankbarkeit bewirkt eine positive Grundstimmung, so, dass sich alle Beteiligten wohl fühlen. Dankbarkeit ist ja bekanntlich der Schlüssel zum Wohltäter. Und damit ist unser Gott gemeint.
Gott wendet sich uns zu
Der Altar war reichlich geschmückt mit vielen Früchten und Gaben, die geerntet wurden. Betrachtet man die weltweite Verteilung von Nahrungsmitteln, so ist bekannt, dass nicht alle Menschen gut versorgt sind. Wie gehen wir damit um? Der Priester ging auf das Eingangslied ein: „Nun danket alle Gott...“ Wir können darauf reagieren „mit Herzen, Mund und Händen“. Wichtig sei, zu erkennen, dass sich der Herr uns helfend zuwendet. Auch eine gute Ernte ist nicht selbstverständlich. Die Dankbarkeit beginnt also im Herzen, mit einem freundlichen Wort durch den Mund und mit helfenden Händen.
Geistliche Zuwendungen
Gott möchte, dass alle Menschen mit ihm in Gemeinschaft kommen. Das sei das Ziel. Der Priester zitierte Apostel Paulus in seinem Brief an die Korinther: „Was ... in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1. Korinther 2,9). Dabei wurde an Adam und Eva erinnert, denen es an Demut mangelte. Die Wege hatten sich getrennt. Dabei wollte es Gott aber nicht belassen. Die Gemeinschaft sollte wieder hergestellt werden. Ein Teil der Gottheit ist Mensch geworden; in Jesus Christus ist er auf diese Erde gekommen. Dabei stand das große Wohlwollen dem Nächsten gegenüber im Vordergrund, gleich so, wie es Jesus vorgelebt hat. Jesus hat mit seinem Opfer den Sieg über die Sünde errungen. Bist du dafür dankbar?
Der dienstleitende Priester endete in seinem Predigtteil mit dem Gedanken eines Apostels, dass „die Grundstimmung in unseren Herzen mit Dankbarkeit erfüllt sein soll - auch in schwierigen Lebenssituationen“.
Gott aber kann machen ...
In seiner Predigtzugabe ging ein weiterer Priester auf die schaffende Kraft Gottes ein für das Sichtbare und das Unsichtbare. So hat er auch uns Menschen gemacht. Aber auch die Früchte, von denen wir leben, die heute hier vor den Altar gelegt wurden. Er verwies auf die Früchte des Heiligen Geistes, die im Galaterbrief beschrieben sind. Es sei ganz normal, dass eine Frucht, bevor sie geerntet wird, eine Reifezeit braucht. So auch die Frucht des Heiligen Geistes. Da findet eine Entwicklung statt bis sie genießbar ist. Am Beispiel eines Zitronenbaumes wurde die Gemeinde verglichen, die gleichsam Blüten und Früchte tragen kann. Lasst uns auch für unsere Gemeinde dankbar sein.
Spenden an die Tafel
Anlässlich dieses Erntedanktages haben die neuapostolischen Christen der Gemeinde Baunatal wieder Lebensmittel für die Baunataler Tafel gespendet.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
