Am Mittwochabend, 11. Dezember 2024, war große Freude in der Gemeinde Baunatal, denn die Geschwister konnten einen Gottesdienst mit Apostel Gerd Kisselbach erleben. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Bezirksämter und die Gemeindevorsteher des ganzen Bezirks eingeladen.
Dem Gottesdienst legte der Apostel das Wort aus Psalm 145,13 zugrunde: „Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für. Der Herr ist getreu in all seinen Worten und gnädig in allen seinen Werken.“
Die Tore weit aufmachen
Am Anfang seines Dienens ging Apostel Kisselbach auf die von den Sängern vorgetragene Aufforderung „Machet die Tore weit“ ein. Wenn beim Volk Israel die Tore zum Heiligtum im Tempel weit geöffnet wurden, dann konnte die Bundeslade eingebracht werden. Später saß Jesus weinend vor den Toren Jerusalems, weil die Herzenstüren bei so vielen verschlossen waren. Der Apostel forderte die versammelte Gemeinde dazu auf, einen Zustand herzustellen, in dem Gott willkommen ist und für ihn Platz im Herzen zu schaffen.
Gott, der ewige Herrscher
Apostel Kisselbach wies darauf hin, dass der Advent oftmals eine Zeit ist, in der es einem gut geht: Man erinnert sich voller Dankbarkeit, man genießt die Gegenwart mit allen Sinnen und man freut sich auf die Zukunft, die verheißen ist. Dahinein mischten sich aber auch erschreckende Nachrichten, persönliches Leid, Stress und dergleichen mehr, welche die Freude im Advent einschränken könnten. Der Psalmist setzt dem in dem vorgelesenen Bibelwort einen Mutmacher entgegen, indem er den Blick auf Gott richtet. Für Menschen widerspreche die Aussage, dass nicht alles ein Ende hat, sämtlichen Vorstellungen. Gott sei ohne Anfang und ohne Ende, und seine Herrschaft währe ewiglich, zeitlich unbefristet. Dies stehe im Gegensatz zu den Erfahrungen mit menschlichen Dynastien, wie wir sie zurzeit aktuell erleben.
Gott sei der ewige Herrscher und wir seine geliebten Kinder. In Jesus Christus sei er auf diese Erde gekommen und habe sein Reich, dieses beständige, ewige Reich, unter den Menschen aufgerichtet. Somit sei das Reich Gottes heute schon mitten unter uns und Gott die verlässliche Größe in unserem Leben. Die Erde sei auch morgen noch unser Lebensraum, da Gott dieses so wolle und es auch von ihm zugesagt sei, wie schon beispielsweise nach der Sintflut, als er den Regenbogen als ein Zeichen für seinen Bund mit den Menschen ans Firmament heftete.
Gottes ewige Liebe und Gnade
Gottes Liebe sei ewiglich, sie höre niemals auf. Es sei die Liebe des Vaters. Der Apostel rief dazu auf, diese Liebesbeziehung zu Gott nicht einseitig unsererseits aufzugeben.
Gottes Gnade, die wir als Sünder bräuchten und suchten, währe ewiglich. Das Heil sei bereits durch Jesus Christus erworben worden und heute immer wieder erlebbar. Der Herr handelt heute noch so wie in dem Beispiel von dem Schalksknecht, der alle seine Schulden von seinem Herrn erlassen bekam. Aber wie handelte dieser anschließend? Die Gnade solle uns prägen, das Reich Gottes solle mehr und mehr Gestalt in uns gewinnen. Es solle sich in uns entwickeln, so wie sich ein Senfkorn zu einem großen Baum auswächst. Dann lebe auch die Verheißung Jesu Christi, dass er wiederkommt und die Seinen zu sich nimmt, in uns und bewirke, dass Freude in uns einzieht.
In der Vorbereitung auf Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls in der Gemeinde könne jeder einmal in sich hineinschauen und für sich feststellen, wie viel Platz für den Herrn in seinem Herzen ist. Der Hinweis des Herrn Jesus: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matthäus 4,17) sei auch heute wieder die Einladung, die Herzenstür für die Liebe und Gnade Gottes ganz weit aufzutun.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Gemeindechor und Gemeindeorchester.
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