Bischof Sascha Tümmler feierte am 2. Adventssonntag in Felsberg-Neuenbrunslar einen Gottesdienst für zwei Gemeinden und spendete der kleinen Jara das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Nach seiner Ernennung zum Bischof feierte Sascha Tümmler seinen ersten Gottesdienst an seinem Wohnort in der Gemeinde Felsberg-Neuenbrunslar, gemeinsam mit der Gemeinde Fritzlar.
Zu Beginn seiner Predigt fasste er die Emotionen der anwesenden Gemeinde zusammen. Von Freude über die bevorstehende Taufe, dem Feiern eines Geburtstags bis hin zum Verlust der Mutter bzw. der Oma reichten die Empfindungen, die die ganze Gemeinde miteinander verbunden haben.
Adventszeit - Zeit der Lichter
Das vom Chor vorgetragene Lied "Advent ist es heut" lenkte den Blick auf die aktuelle Zeit und brachte die Erwartung des Erscheinens Jesu an Weihnachten und seine Wiederkunft in den Mittelpunkt.
Als Bibelstelle verwendete Bischof Tümmler die Verse 19 bis 21 aus dem Johannesevangelium Kapital 3: "Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind."
Der Bischof stellte fest, dass es uns Menschen immer noch so erginge, wie es Apostel Paulus den Römern geschrieben habe: "Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich" (vgl. Römer 7,19). Er wünschte der Gemeinde, sich in das Licht zu stellen.
Nikodemus und die Wiedergeburt
Die Begebenheit des Nikodemus, einem der Obersten der Juden und Pharisäer, mit Jesus Christus stellte Bischof Tümmler in den Mittelpunkt. Nikodemus fühlte sich angesprochen von den Ausführungen Jesu, hatte aber Verständnisfragen und sei deshalb nachts zu Jesus gegangen. Er hatte eine Frage, die auch heute noch uns Menschen interessiert: "Wie kann ich zu Gott kommen?" Jesus erklärte ihm, dass man dazu neu geboren werden müsse aus Wasser und Geist.
Bischof Tümmler schlug den Bogen zur bevorstehenden Wassertaufe. Die Wassertaufe sei der erste Schritt zum "neu geboren werden", da die Erbsünde abgewaschen und die Seele in den Leib Christi eingefügt würde. Mit der Geistestaufe (Heilige Versiegelung) durch das Apostelamt sei die Wiedergeburt abgeschlossen.
Bezirksevangelist Dieter Neumann wünschte der Gemeinde Mut, um ins Licht ("Spot an") zu kommen und den bevorstehenden schmalen Weg bis zum Ziel zu gehen.
Heilige Wassertaufe
Die kleine Jara aus der Gemeinde Fritzlar wurde von ihren Eltern und der großen Schwester begleitet an den Altar getragen, um das Sakrament der Heiligen Wassertaufe zu empfangen. Bischof Sascha Tümmler zitierte aus Jesaja 43,1 den Satz: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" In seiner Ansprache an den Täufling und die Familie gab er die Zusage mit, dass sie sich nicht fürchten brauchen, denn Gott schaue nach seinen Kindern. Er kenne jedes Kind (Gotteskind) genau und würde es bei seinem Namen rufen. Der Chor leitete die Taufhandlung mit dem Lied "Kind, du bist uns anvertraut" ein. Dazu erläuterte der Bischof, dass es die ganze Gemeinde brauche, um dem Kind die Liebe Gottes zu zeigen.
Im Anschluss an die Taufe war die ganze Gemeinde eingeladen zur Feier des Heiligen Abendmahls. Nach Gebet und Schlusssegen beendete der Chor den Gottesdienst mit einem Lied.
7. Januar 2026
Text:
Marco Wagner
Fotos:
Sven Schnell,
Ulrich Strube
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