Am Sonntag, 25. August 2024 feierte Bezirksältester Sascha Tümmler den ersten Gottesdienst in der Kirche Kassel-Südwest nach einer etwa einjährigen Instandsetzung des Gebäudes. Eingeladen waren neben den Gemeinden Kassel-Südwest und Kassel-Nordost auch die Vorsteher des Bezirks.
Als Grundlage der Predigt diente das Wort aus Psalm 127, Vers 1: "Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen". Nach dem Chorlied "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln" stellte Bezirksältester Tümmler an den Anfang seiner Predigt den Dank. Zum einen Dank an die Gemeinden des Bezirks, in denen die Geschwister der Gemeinde Kassel-Südwest in der Zeit der Instandsetzung einen Platz und neue Freundschaften gefunden haben, zum anderen an alle, die an der Renovierung beteiligt waren, insbesondere Statiker, Architekten, Bauarbeiter und die Bauverwaltung.
Ein Ort des Gotterlebens
In Anlehnung an das Bibelwort sprach der Bezirksvorsteher von Jesus als dem Bauherrn. So eine Renovierung sei eine gute Chance zu entscheiden, was man beim Wiederbezug mit einziehen lasse. Er empfahl der Gemeinde, die Glaubenshoffnung, den Frieden des Auferstandenen und die Freude der Gotteshilfe auszuwählen. Dies könne eine schöne Ausstrahlung nach außen haben, denn das Gotteshaus möge immer ein Ort der Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe, ganz am Vorbild Jesu, sein.
Es sei aber auch eine gute Chance zu hinterfragen, was man nicht mehr braucht und vielleicht entsorgen kann. Dies könnten zum Beispiel Dinge aus der Vergangenheit sein, die man hinter sich lassen solle.
Bring dein Talent und deine Gabe in die Gemeinde ein
Als ein weiteres Bild des Hausbaus sprach der Bezirksälteste von unterschiedlichen Werkzeugen und Gaben, die ein jeder empfangen habe. Die Frage "Was braucht mein Nächster?" führe dazu, dem anderen etwas Gutes zu tun, aber auch selbst etwas zu empfangen. Solche Gaben können zum Beispiel die des Zuhörens, eines starken Gebetslebens, des Zusprechens von Mut, ein geistliches Amt, der Gesang oder die Mitarbeit in der Kirchenreinigung oder beim Blumenschmuck sein. Das gegenseitige Bemühen, einander in christlicher Liebe Gutes zu tun, führe zu einer Wohlfühlgemeinde.
Herz und Herz vereint zusammen
Nachdem der Chor das Lied "Bau dein Reich in dieser Zeit" vorgetragen hatte, brachte der Gemeindevorsteher Evangelist Heiko Siebert seinen Dank zum Ausdruck, insbesondere an die Gemeinden, in denen sich die Geschwister im vergangenen Jahr sehr wohlgefühlt haben.
Er betonte die im Eingangslied "Herz und Herz vereint zusammen" besungene Liebe untereinander. Wenn der Herr der Baumeister sei, mangele es uns nie und führe zur Einheit in der Gemeinde, im Glauben und in der geistigen Entwicklung zum Ziel des Glaubens, der Wiederkunft Jesu Christi.
Er empfahl das Einbringen der Früchte des Geistes (Galater 5, 22), die ihren Ausdruck in Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte und Treue bringen. Dies führe zu einer Wohlfühlgemeinde.
Gemeinsame Sakramentsfeier
Zur Feier des Heiligen Abendmahls kamen die Kinder aus den Unterrichten zum gemeinsamen Gottesdienst dazu. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, dem Schlussgebet und Segen sangen sie das Lied "Wir sind alle Gotteskinder - heute, morgen, hier und dort". Nach Vorträgen des aus beiden Gemeinden gemischten Orchesters und Chores gab es noch die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Imbiss, einem Eiswagen und Getränken in der Kirche als Ort der Gemeinschaft zu begegnen.
28. August 2024
Text:
Daniel Muster,
Dieter Olinewitsch
Fotos:
Daniel Muster
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