Am Mittwoch, 18. Februar 2026 feierte Apostel Gerd Kisselbach einen Gottesdienst in der Kirche Warburg, zu dem die Gemeinden Bad Arolsen, Warburg und Wolfhagen eingeladen waren. In diesem Gottesdienst empfingen zwei Seelen die Sakramente der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung.
Apostel Gerd Kisselbach legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus 1.Könige 19, Vers 7 zugrunde: "Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir."
Zu Beginn berichtete der Apostel von einem Gespräch mit einer Kollegin. Auf die Frage, wie es ihr gehe, antwortete sie: „Auf und ab.“ Er griff diese Worte auf und sagte, dass genau das den Lauf unseres Lebens beschreibt. Es geht auf und ab – Zeiten der Freude wechseln sich mit Zeiten der Not ab. Auch der Prophet Elia erlebte dieses Auf und Ab sehr deutlich.
Elia und die Baalspriester
Elia lebte zur Zeit der Baalspriester. Elia forderte sie heraus, um zu klären, wer der wahre Gott sei. Auf dem Berg Karmel sollte ein Opfer dargebracht werden, und der Gott, der mit Feuer antworten würde, sollte als der wahre Gott anerkannt werden. Die Baalspriester riefen lange zu ihrem Gott – doch nichts geschah. Elia hingegen ließ sogar noch Wasser über sein Opfer und den ganzen Altar gießen. Trotzdem entzündete Gott das Opfer mit Feuer, welches nicht nur das Opfertier sondern den ganzen Altar verzehrte. Dieses machtvolle Zeichen führte zu einer Hochphase in Elias Leben. Viele Menschen glaubten an den Gott Elias.
Doch auf das Hoch folgte ein tiefes Tal. Isebel, die Königin der Baalspriester, ließ Elia verfolgen, weil er die Baalspriester getötet hatte. Elia war verzweifelt. Er wollte nicht mehr weiterleben, es war ihm alles zu viel geworden. Er ging in die Wüste und legte sich unter einen Ginster. Dort kam ein Engel zu ihm, brachte ihm geröstetes Brot und Wasser und sprach: „Steh auf und iss!" Elia schlief wieder ein. So kam der Engel ein zweites Mal und stärkte ihn und sprach: "Steh auf und iss, denn du hast einen weiten Weg vor dir.“ Der Engel gab ihm Essen und Trinken, was für 40 Tage Fußmarsch reichte.
Der Apostel sprach davon, dass auch wir diese Höhen und Tiefen kennen. Wenn wir Stärkung brauchen, dürfen wir sie im Gottesdienst suchen und finden. Dort zeigt Gott seine Liebe und seine Stärke. Der Gottesdienst gibt uns Gelegenheit, uns daran zu erinnern, was Gott Gutes an uns getan hat, und er schenkt uns einen Blick auf das Ziel unseres Lebens.
Der Herr ist mein Hirte
Der Apostel verwies auf den Psalm Davids: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue …“ (vgl. Psalm 23). Weiter heißt es: „Und ob ich auch wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück“ (Psalm 23,4). Auch Davids Leben war von Höhen und Tiefen geprägt. Doch entscheidend ist nicht das Tal, sondern das Ziel. Die Freude auf das Ziel gibt Kraft für den Weg.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl ging der Apostel auf den Kämmerer ein, einen Beamten der Königin von Äthiopien. Er hatte sich in Jerusalem eine Schriftrolle des Propheten Jesaja gekauft, verstand jedoch nicht, was er las. Da sandte Gott Philippus zu ihm. Philippus stieg zu ihm in die Kutsche, erklärte ihm die Schrift und verkündigte ihm, dass Jesus lebt. Der Kämmerer ließ sich daraufhin taufen. Die Bibel berichtet, dass er anschließend seinen Weg mit großer Freude fortsetzte. Das war die Auswirkung von Gottes Handeln. Gottes Handeln soll auch in uns Freude bewirken, so der Apostel.
Gottes Begegnung in den Sakramenten
Abschließend ging der Apostel noch einmal auf Elia ein. Gott habe Elia an einen Berg Horeb gesandt, wo er sich in einer Höhle versteckte. Elia trat aus der Höhle heraus, um Gott zu erleben. Ein starker Sturm zog vorüber – doch Gott war nicht im Wind. Danach kam ein Erdbeben – doch Gott war nicht im Erdbeben. Dann kam ein Feuer – doch Gott war auch nicht im Feuer. Nach dem Feuer aber kam ein sanftes, leises Säuseln. Darin begegnete Gott Elia.
Der Apostel verglich dieses Ereignis mit der Spendung der Sakramente. Nach außen hin erscheinen sie unscheinbar, nicht spektakulär. Doch ihre Wirkung ist stark. Gott handelt leise – aber kraftvoll.
Bevor die Gemeinde das Heilige Abendmahl feierte, empfingen ein Baby und ein Erwachsener die Sakramente der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung. So wurde sichtbar: Gott wirkt auch heute im stillen, heiligen Moment.
23. Februar 2026
Text:
Doris Hundertmark
Fotos:
Katharina Hundertmark
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
