Wolfhagen. Am Mittwoch, 7. August 2024 feierte Apostel Gerd Kisselbach einen Gottesdienst in der Kirche in Wolfhagen, zu dem die Gemeinden Bad Arolsen, Calden, Korbach, Warburg und Wolfhagen eingeladen waren. In diesem Gottesdienst spendete der Apostel dem kleinen Benjamin aus der Gemeinde Korbach das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Offenbarung 22, 20 „Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. - Amen, komm, Herr Jesus!“
Gottes Wort im Gottesdienst hören
Apostel Gerd Kisselbach gab zunächst seiner Freude Ausdruck, in eine große Gemeinde mit einem voll besetzten Kirchenschiff gekommen zu sein. Gottesdienst vermittele Gemeinschaft, doch wir wollten noch mehr. Jeder komme aus seiner persönlichen Situation heraus zum Gottesdienst. Manchmal besuchten Urlauber die Gemeinde und fühlten sich gerade gut und entspannt. Ein anderer komme direkt vom Arbeitsplatz hierher, habe vielleicht zuvor aus zeitlichen Gründen kein Abendbrot essen können und besuche nun den Gottesdienst aus einer stressigen zeitlichen Situation heraus. Manche sind krank und könnten nur über IPTV, Telefon oder ggf. gar nicht am Gottesdienst teilnehmen. Andere wiederum seien mit großen Sorgen und Kummer ins Gotteshaus gekommen.
Für alle, denen es möglich ist, sei jedoch jetzt Gottesdienst und wir könnten Gottes Wort hören, verdeutlichte der Apostel. Gott rede mit den Menschen und sage uns seinen Willen. Auch im Paradies hatte Gott den Menschen gesagt, was er vorhat. So tue er seinen Willen kund und gebe den Menschen Regeln, was sie tun sollten und was nicht.
Lange Wartezeit, bis etwas geschieht
Nach dem Sündenfall mussten die Menschen das Paradies verlassen, aber der Herr hat den Menschen den kommenden Tröster und Erlöser verheißen, der der Schlange den Kopf zertritt (vgl. 1. Mose 3,15). Apostel Kisselbach wies darauf hin, dass dann eine sehr lange Zeit vergangen ist, ohne dass etwas geschah. Dies bedeute aber nicht, das Gott seinen Plan geändert oder diesen hätte fallen lassen. Erst zu Zeiten des Propheten Jesaja wurde die Verheißung wieder aufgegriffen und den Menschen die kommende Geburt des Erlösers Jesus Christus verkündigt.
Der Apostel führte aus, dass zu späterer Zeit Jesus seine Jünger ebenfalls darauf hinwies, was zukünftig passieren werde. Er verkündigte seinen Opfertod, die Auferstehung nach drei Tagen und seine anschließende Himmelfahrt. Jesus verhieß auch die Sendung des Trösters in Gestalt des Heiligen Geistes sowie seine Wiederkunft. Die erste Gemeinde Christi wartete täglich auf die Wiederkunft Jesu. Aber es vergingen Jahrhunderte und Jahrtausende und es passierte nichts.
In der biblischen Offenbarung jedoch, den letzten Kapiteln der Bibel, bekräftigte Apostel Kisselbach, bestätigte der Herr: Ja ich komme bald! Er verkündigt es den sieben Gemeinden, weil sieben die Vollzahl ist. Die Verheißung seiner Wiederkunft gelte auch uns und er werde seinen Plan erfüllen, so wie die vorherigen Verheißungen Gottes erfüllt wurden. Das gebe uns Sicherheit im Glauben, stärke den Glauben und tue unserer Seele wohl.
Die Wiederkunft Christi steht im Mittelpunkt
Man solle an uns erkennen, dass die Verheißung der Wiederkunft Christi im Mittelpunkt steht und auch stehen bleibt, unabhängig davon, welche gesellschaftlichen Veränderungen sich im Laufe der Zeit ergeben. Wir seien als Christen Teil der jeweiligen Gesellschaft, aus diesem Rahmen könnten wir nicht heraus, erklärte der Apostel. Aber wir wollten dennoch die Bestätigung und das gegebene „Ja“ zu unserem Gott immer neu bekräftigen und fest an die Wiederkunft Jesu glauben.
Aktiv auf die Wiederkunft vorbereiten
Nutzen wir die Wartezeit aus und bereiten uns aktiv auf die Wiederkunft vor. Wir wollen nicht untätig sein, denn unsere Beziehung zu Gott soll durch tätiges Warten geprägt sein, so führte der Apostel aus. In der Vorbereitung zur Wiederkunft Jesu sollen wir der Liebe Gottes Gestaltungsspielraum in unserem Leben und Glauben geben. Wir wollen den Menschen mit Wohlwollen begegnen, auch wenn dieses uns nicht immer entgegengebracht werde. Gottes Liebe brauche Raum in unserer Persönlichkeit.
Weiterhin sei die Vorbereitung durch Einssein untereinander geprägt. Einssein sei ein Beweis, dass Gott gegenwärtig ist. Christus stehe im Mittelpunkt der Gemeinde und nicht etwa eigene persönliche Bedürfnisse oder Enttäuschungen. Wir dürften uns um den Mittelpunkt der Gemeinde gruppieren. Mit dem Empfang der Wassertaufe und der Spendung des Heiligen Geistes verbinde uns ein Geist. Wir dürften dennoch unterschiedliche Auffassungen haben und uns z. B. eher konservativen Aspekten oder einem eher progressiveren Denken zugehörig fühlen. Wichtig aber sei, im Warten auf die Wiederkunft Christi den Glauben nicht zu verlieren und in der Liebe und dem Einssein zu bleiben.
Wenn wir uns bewusst machen: Der Herr kommt! Was macht diese Verheißung mit uns? Die Freude über die nahe Wiederkunft Jesu Christi solle in uns lebendig sein, uns in guten wie in schweren Lebenszeiten begleiten, so die Wünsche des Apostels an die Gemeinde zum Abschluss des Predigtteils des Gottesdienstes.
Vorbereitung der Sakramente
Nach der Vorbereitung der Gemeinde auf das Heilige Abendmahl durch den Apostel sang der Chor zur Vorbereitung auf die Heilige Versiegelung das Lied “Jesus, bleib in meinem Leben, Weggefährte, bester Freund“.
Während der Ansprache an die Eltern des kleinen Benjamin, der anschließend das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfing, gab der Apostel den Eltern ein Tütchen mit Blumensamen, welches er extra mitgebracht hatte. Er erklärte dazu, dass auch der kleine Benjamin nur in der richtigen Umgebung und mit der entsprechenden Pflege wachsen könne. Die Eltern mögen die rechte Umgebung für den Kleinen schaffen, so dass er wachsen kann und auch im Glauben gute Entwicklungsbedingen erhält. Das zuvor empfangene Sakrament der Heiligen Wassertaufe bedeute die Eingliederung in den Leib Jesu Christi. Die Heilige Versiegelung ist die Gabe des Heiligen Geistes; ein Geschenk Gottes an den Menschen.
Nach der Sakramentsspendung des Heiligen Geistes - an den kleinen Benjamin durch Handauflegung des Apostels - feierte die Gemeinde das Sakrament des Heiligen Abendmahls.
Schlusssegen und Verabschiedung
Nach dem Schlusssegen des Apostels an die Gemeinde endete der Gottesdienst mit dem dreifach gesungenen Amen. Anschließend konnten sich alle persönlich von Apostel Gerd Kisselbach, Bezirksältesten Sascha Tümmler und den Bezirksvorstehervertretern Dieter Neumann und Maik Augustin sowie weiteren Brüdern und Schwestern aus der Gemeinde verabschieden.
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