Am Sonntag, den 22. Oktober 2023 feierte Bezirksältester Sascha Tümmler in der Kirche in Baunatal einen besonderen Gottesdienst, zu dem alleinlebende Geschwister aus dem Bezirk Kassel-Korbach eingeladen waren. 47 Teilnehmer, auch über den Bezirk hinaus, fanden sich zu diesem Gottesdienst ein, der von den Baunataler Gemeindemitgliedern mitgestaltet wurde.
Grundlage dieses Gottesdienstes bildete das Bibelwort aus Matthäus 13, 31-32: "Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.“
Gott kennt uns
Zu Anfang stellte der Bezirksvorsteher heraus, dass sich ein jeder von uns im Leben auch einmal einsam, verloren oder vergessen fühle, unabhängig davon, ob wir ein Leben als Single führen oder in einer Partnerschaft leben. Bezugnehmend auf das gesungene Eingangslied „Es kennt der Herr die Seinen“ erklärte er, dass Gott uns sehr gut kenne und genau wisse, wie es uns geht, ob wir uns einsam oder unverstanden fühlen. Gott sei in der Lage zu geben, was jeder Einzelne benötigt.
Die Saat geht auf
Mit Blick auf das Bibelwort erklärte Bezirksälteste Tümmler, dass Jesus oft in Gleichnissen sprach, um sein Werk verständlich zu machen. Das Senfkorn sei uns bekannt als klein und unscheinbar. Auf den ersten Blick erscheine unser Glaube wie das Senfkorn. Genauso wie in einem Samenkorn eine gewaltige Kraft stecke, so könne sich der Glaube entfalten, wenn die passenden Bedingungen vorhanden sind. Und dann sei er sichtbar als etwas wunderbar Großes.
Jesus wurde als der große Messias erwartet und damit in Verbindung gebracht, mächtig und gewaltig zu sein. Diese Vorstellung habe sich nicht erfüllt. Bildlich gesprochen habe man damals nur ein "unscheinbares Senfkorn" gesehen und nicht die große Kraft, die darin steckte. Aber die Saat sei aufgegangen: Jesus ist für uns gestorben und mit der Auferstehung hat er den Tod überwunden.
Gott offenbart sich im Unscheinbaren
Jesus habe damals schon erkannt, dass nur Wenige an ihn glauben werden, so der Bezirksvorsteher. Petrus sollte einst predigen, fühlte sich aber zu gering. Gott schenkte ihm die nötige Kraft dazu. Wir als Menschen sind sündhaft vor Gott, aber durch den Heiligen Geist erhalten wir göttliche Kraft. Wir sind aufgefordert, diese göttliche Kraft in die Welt zutragen.
Im Gebet auf Gott vertrauen
In seinem Predigtbeitrag brachte Bezirksvorstehervertreter Maik Augustin zum Ausdruck, dass das Bibelwort uns Mut mache. Wir dürfen uns zu Jesus im Gebet wenden und unsere Sorgen mitteilen. Ein Gebet sei wie ein Samenkorn: auf den ersten Blick passiere scheinbar nichts. Aber Gott bekenne sich zu unseren Gebeten. Wir wollen die Verbindung zu ihm halten und auf ihn vertrauen.
Glaube wächst durch göttliche Begegnungen
Bezirksvorstehervertreter Marco Wagner ergänzte, dass es die passende Umgebung brauche, damit Samen aufgehen könne. Der Glaube wachse, wenn wir immer wieder Begegnungen mit Gott und seiner Gnade haben. Ähnlich wie beim Senfkorn, aus dem ein großer Busch wachse, in dem Vögel ein Zuhause finden und sich wohlfühlen, so sollen sich auch andere in unserer Gegenwart wohlfühlen durch unser Zuhören, Verständnis und unsere Nähe. Im Hinblick auf das Heilige Abendmahl erscheine die Hostie von geringem Wert, aber daraus werde etwas Großes: Leib und Blut Jesu.
Ansprechpartnerin ernannt
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahles wurde Schwester Ruth Heide (Gemeinde Calden) als weitere Ansprechpartnerin für Alleinlebende im Bezirk Kassel-Korbach ernannt. Der Bezirksvorsteher wünschte ihr dazu viel Kraft und Geduld. Sie möge auch Seelsorgerin sein und ihr Herz öffnen für die Belange der Singles.
31. Oktober 2023
Text:
Peggy Hanssen
Fotos:
Simon Kisselbach
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