Am Mittwoch, 22. Oktober 2025 feierte Apostel Gerd Kisselbach einen Gottesdienst in der Kirche Wolfhagen, zu dem die Gemeinden Bad Arolsen, Calden, Korbach, Warburg und Wolfhagen eingeladen waren.
Für den Gottesdienst verwendete Apostel Kisselbach das Bibelwort aus Matthäus 13,33 "Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war."
Lasst euer Licht leuchten
Zu Beginn seiner Predigt ging der Apostel auf das Lied des Chores ein, in dem von der Gnade als dem Licht die Rede war. Er zitierte Jesus, der auf der einen Seite davon sprach "ich bin das Licht der Welt" (vgl. Johannes 8,12), auf der anderen Seite in der Bergpredigt sagte "ihr seid das Licht der Welt" (vgl. Matthäus 5,14). Es gelte, dieses Licht von Gott leuchten zu lassen.
Zudem verwies der Apostel auf Jesus, dass er ein "Feuer" in den Menschen entzünden wollte und traurig darüber war, dass sie sich nicht so leicht entzünden ließen. Daraufhin machte er am Beispiel einer Kerze deutlich, dass zum Anzünden eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Anzünder und der Kerze existieren müsse. Auf Entfernung sei ein Entflammen nicht möglich.
Gleichnisse Jesu
In Matthäus 13 gibt es sieben Gleichnisse. Apostel Kisselbach zitierte das Gleichnis "Vom Sämann", in dem es darauf ankomme, dass der gute Same auch auf guten Boden fallen möge. Manchmal seien wir durch die Umstände mal eher harter oder steiniger Boden.
In einem weiteren Gleichnis geht es darum, dass aus einem der kleinsten Samenkörner ein großer Senfstrauch wachsen kann. Das Wachstum hängt von dem Umfeld und der Versorgung mit Wasser ab. Der Apostel verglich dieses Wachsen mit dem Sichtbarwerden in unserem Handeln und Wandeln.
Als drittes Gleichnis erläuterte der Apostel, dass das Gleichnis vom Sauerteig ein Bild des Durchdringens des Göttlichen zur Entwicklung des Reiches Gottes ("Himmelreich") sei. In dem Bibelwort ist von drei Scheffeln Mehl* im Vergleich zu dem Sauerteig die Rede. Die Fähigkeit eines Sauerteigs ist, nach und nach das gesamte Mehl zu durchziehen. Auf jeden Einzelnen bezogen bedeute dies, dass das Göttliche uns ganz ausmachen und bis in die Tiefe durchdringen soll. Hierfür seien jedoch nicht Einzelne in der Gemeinde wie der Vorsteher, der Diakon, der Chor zuständig, sondern ein jeder in der Gemeinde. Das Wirken bleibe aber nicht auf die Gemeinde beschränkt, sondern Gottes Geist wirke in die breite Fläche.
Teilen, um das Evangelium zu verbreiten
Priester Marco Wagner nahm in seinem Predigtteil Bezug auf die notwendige Berührung, von der Apostel Kisselbach zu Beginn des Gottesdienstes sprach. Auch der Sauerteig (Gottes Wirken) könne sich nur verbreiten, wenn das Mehl mit dem Sauerteig Kontakt habe. Er erwähnte dann den "Hermann-Teig", den man teilte und dann weitergab. Der Priester verband damit den Gedanken des Teilens, um das Göttliche zu vermehren. In diesem Zusammenhang warf Bezirksvorstehervertreter Wagner einen Blick auf den bevorstehenden Gottesdienst für Entschlafene, wo auch das Teilen des Evangeliums in der jenseitigen Welt notwendig sei.
Anschließend lud Apostel Kisselbach die Gemeinde zur Feier des Abendmahls ein. Mit einem freudigen Lied beendete der Chor den Gottesdienst, zu dem sich über 80 Teilnehmer in der Kirche eingefunden hatten und mehr als 30 per IPTV vom Krankenbett, von zu Hause oder aus dem Urlaub verbunden waren.
* da Scheffel kein einheitliches Maß ist, kann es man es mit "einer großen Menge" gleichsetzen.
26. Oktober 2025
Text:
Marco Wagner
Fotos:
Marco Wagner,
Daniela Weiss
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