Am Mittwoch, den 19. Januar 2022, feierte Apostel Wolfgang Schug einen Gottesdienst in der Gemeinde Korbach, zu dem auch die Gemeinden Bad Arolsen und Wolfhagen eingeladen waren. In diesem Gottesdienst versetzte der Apostel einen Diakonen der Gemeinde Korbach in den Ruhestand.
Als Grundlage für die Predigt diente Psalm 13,6: Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut.
Zu Beginn seines Dienens dankte der Apostel allen Gottesdienstteilnehmern für ihr Kommen, zeige doch jeder durch seine Anwesenheit trotz aller Herausforderungen durch die Pandemie, dass das Glaubensziel noch klar vor Augen stehe.
Hilferuf der geplagten Seele
Bezugnehmend auf das Bibelwort beschrieb der Apostel die Psalmen als Hilferufe einer geplagten Seele, was wir Christen in dieser Zeit gut nachvollziehen könnten. Wir verstehen vieles nicht von dem, was um uns herum geschieht, wir wissen nicht, warum Gott unsere Gebete um Besserung der Verhältnisse scheinbar nicht erhört. Wichtig sei nur, in solchen Momenten nicht stehen zu bleiben, sondern dem Herrn zu vertrauen.
Gott erwartet von uns, dass wir uns unabhängig von unseren jeweiligen Lebensverhältnissen von Sehnsucht und Vorfreude auf unser Glaubensziel antreiben lassen. Gott verfolgt ein höheres Ziel, denn er hat uns erwählt und zu seinen Erben gemacht, er wird uns beistehen.
Doppelte Not durch Faktor Zeit
Die Frage nach dem "wie lange..." sei das Thema vieler Psalmen und auch unsere Frage heute. Das oft vergebliche Warten auf die Erhörung ihrer Gebete beschere den Gläubigen doppelte Not: Man fühle sich vergessen vom lieben Gott und werde oft noch zusätzlich von den Mitmenschen mit Spott und Schadenfreude bedacht. Das sei besonders schwer zu ertragen, wenn man wirklich gläubig ist. Wer nicht an Gott glaubt, habe diese Probleme nicht.
Der Apostel beschrieb die Situation wie das Nachhausekommen mitten in einem Unwetter - niemand öffnet die Tür, obwohl man weiß, dass jemand daheim ist.
Freude über Gottes Hilfe
Der Rat ist und bleibt: Sich daran zu erinnern, wie oft Gott schon geholfen hat, dass er uns kennt und wir auf seine Gnade vertrauen können. Der himmlische Vater erwartet nicht von uns, dass wir mitten im Leiden freudig sind. Er möchte aber, dass wir ihn im Nachhinein nicht anklagen, sondern uns über seine Hilfe freuen und ihn loben.
Das Gebet ist unverzichtbar
Paulus und Silas sollen uns als Beispiel dienen, die in der Gefangenschaft zu Gott gebetet und dadurch Hilfe und Befreiung erfahren haben.
Das ganz persönliche Gebet sowie das gemeinsame Gebet der Gemeinde um Vergebung und Gnade sei unverzichtbar. Gott habe schon oft geholfen und werde es immer tun, wenn er es für richtig hält. Um am Ziel anzukommen, sei es wichtig, weiterzugehen und nicht vom Gebet abzulassen.
Es kommt nicht auf Form und Wortwahl an
In seinem Predigtbeitrag unterstrich Bezirksevangelist Holger Tromp noch einmal die Wichtigkeit des Betens: Es komme nicht auf die äußere Form und Wortwahl an, sondern darauf, sich von Vorfreude und Sehnsucht auf das Glaubensziel leiten zu lassen. Gott ist aus Liebe immer bei uns und er wird alles wohlmachen, wenn wir ihm vertrauen.
Ruhesetzung nach dem Heiligen Abendmahl
Im Anschluss an den Predigtteil feierte die Gemeinde das Sakrament des Heiligen Abendmahls. Danach versetzte der Apostel den Diakon Uwe Jedamzik aus der Gemeinde Korbach in den Ruhestand.
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