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Apostel Kisselbach feiert Gottesdienst
in Kassel und ordiniert fünf Priester

 

Am Donnerstag, 20. Februar 2025 feierte Apostel Gerd Kisselbach mit zehn Gemeinden des Bezirks Kassel-Korbach einen Gottesdienst in der Kirche Kassel-Nordost. In diesem Gottesdienst ordinierte er fünf Priester für vier Gemeinden.

Rund 300 Gottesdienstteilnehmer aus den Gemeinden Bad Arolsen, Bad Wildungen, Baunatal, Calden, Kassel-Harleshausen, Kassel-Nordost, Korbach, Niestetal, Warburg und Wolfhagen waren zu dem Gottesdienst in die Kirche in der Fuldatalstraße gekommen. Weitere über 200 Teilnehmer verfolgten den Gottesdienst per Videoübertragung (IPTV) oder am Telefon mit. Apostel Gerd Kisselbach legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus Psalm 100,2 zugrunde, mit dem Stammapostel Schneider am Sonntag zuvor gedient hatte: "Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!"

Apostel Kisselbach ging zunächst auf das Eingangslied der Sänger "Herr Jesu, komm, und hol uns heim" ein und fasste zusammen, dass es der Glaube an den wiederkommenden Herrn Jesus sei, der die Gemeinden miteinander verbinde. "Auf diese Bitte reagiert Gottes Geist mit der Antwort: Siehe, ich komme bald!", so der Apostel.

Bedienen lassen hat keine christliche Tradition

"Was machen wir in der Zeit, bis der Herr kommt?" Darauf habe Stammapostel Schneider am Sonntag zuvor die Antwort gegeben: "Dienet dem Herrn". Apostel Kisselbach sprach davon, dass das "Dienen für den Herrn" nicht etwas sei, womit man erst jetzt beginne, denn die Kirche sei durch das Dienen von Gläubigen erbaut worden. Das Dienen habe in unserer Zeit allerdings keine Konjunktur, da man sich in unserer Gesellschaft lieber bedienen lasse - das habe hingegen keine christliche Tradition.

Warum sollen wir Gott dienen?

Beschäftigt man sich mit der Frage "Warum sollen wir Gott dienen?", findet man die sehr schöne Antwort, dass alles Dienen für Gott eine Reaktion der göttlichen Liebe gegenüber uns ist, denn er hat uns zuerst geliebt (vgl. 1.Johannes 4,19). Wie viele persönliche Gotteserfahrungen und Glaubenserlebnisse, wie viel Liebe Gottes und Heil aus Gott hat jeder Einzelne schon erlebt? Der Apostel empfahl, diese Erfahrungen und Erlebnisse nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern sich dieses Wirken Gottes zu Herzen nehmen.

Wie können wir Gott dienen?

Auf die Frage, wie wir Gott dienen können, gab Apostel Kisselbach mehrere Antworten. "Wir können Gott dienen, indem wir ihn bekennen". Er wies auf den Zentralgottesdienst mit Bezirksapostel Pöschel hin, der sagte "ich spreche gern über meinen Glauben". Wir wollen Gott dienen, indem wir unsere Gottesbeziehung nicht verstecken, sondern sie leben.

Eine weitere Antwort sei die klassische Mitwirkung in der Gemeinde. Er stellte die Frage, wie es wäre, wenn wir uns alle bedienen lassen wollten? Wir würden vor der verschlossenen Türe stehen, die Kirche wäre nicht geheizt und auch nicht gereinigt, der Altar wäre nicht gedeckt und geschmückt, es würde sich kein Chor bilden, die Orgel würde nicht gespielt, keiner würde einen schwarzen Anzug tragen und keiner würde gebetet haben.

Fazit des Apostels: "Gemeinschaft der Gläubigen lebt nur von dem Mitwirken der Gläubigen." Es sei unsere Aufgabe, einander und dem Herrn zu dienen. Ein weiterer Aspekt sei auch unser finanzeller Anteil, der es ermögliche, dass man in einer warmen Kirche sitze, dass das Licht leuchte und der Ton zu hören sei.

Es ist Zeit Gutes zu tun

Dem Herrn dienen bedeute auch, dem Nächsten zu dienen, so der Apostel. "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan" (vgl. Matthäus 25,40). Zusammengefasst bedeute es, dem Herrn mit Freuden zu dienen, dort wo wir sind, mit den Gaben, die wir haben. Der Apostel unterstrich, dass es nicht aus einer Pflicht oder einem Zwang sein solle, sondern aus einem dankbaren und freudigen Herzen.

Kommt vor Gott mit Frohlocken

Apostel Kisselbach empfahl, immer wieder bewusst vor den Herrn zu kommen und nie aufzuhören zu beten. Wenn wir mit Anbetung vor den Herrn kommen, werde Gott groß in uns. Und wenn wir Gott danken, würde uns bewusst, was er Großes für uns getan hat.

Zum Ende seiner Predigt äußerte Apostel Kisselbach noch einen Wunsch: "Ich wünsche mir, dass diese Freude ansteckend ist und dass sie sich ausbreitet."

Freude über die Erwählung durch Gott

Bezirksvorstehervertreter Maik Augustin sprach in seinem Mitdienen davon, dass es eventuell nicht jedem nach freudigem Dienen zumute sei, weil man sich unter Umständen an dem Ort nicht angenommen oder geliebt fühlt, wo man dienen soll. Er zitierte einen Rat von Jesus Christus, der deutlich mache, dass die Freude nicht in irdischen Dingen liege, sondern vielmehr in der göttlichen Erwählung: "Freut euch, dass euer Name im Himmel angeschrieben ist." In den weiteren Aussagen von Jesus sieht der Priester unseren Auftrag: "Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt ..."

"Blumenstrauß der Gemeinde"

Priester Augustin sprach von einem "Blumenstrauß", der die Vielfalt einer Gemeinde widerspiegeln würde. Jeder sei an seinem Platz wichtig und daher sei es wichtig, sich einzubringen und ein Freudenbote zu sein. Man könne ein Freudenbote für den sein, der gerade keine Freude empfinde. Er riet, ein Übermittler der frohen Botschaft von Jesus Christus und seinem Heil zu sein.

Ordination von fünf Priestern

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls mit der ganzen Gemeinde bat der Apostel die Diakone Simon Kisselbach (Gemeinde Baunatal), Felix Knop (Bad Wildungen), Andre Schäfer (Niestetal), Stephan Wilke (Kassel-Harleshausen) und Maurice Zimmermann (Niestetal) an den Altar. Der Apostel stellte den Dank der Gemeinden an den Anfang seiner Ansprache, die zum einen dankbar sind für den Ruf Gottes und zum anderen für das "Ja" der Amtsträger zum vorgesehenen Priesteramt.

Der Apostel erwähnte den Dialog zwischen Gott und Jeremia zu dessen Berufung als Prophet. Jeremia habe zu Gott gesagt: "ich bin zu jung" (er war 23 Jahre alt). Der Herr antwortete: "Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht ...; denn ich bin bei dir" (vgl. Jeremia 1,7-8).    

Der Gottesdienst wurde von Sängern und Instrumentalisten der eingeladenen Gemeinden musikalisch umrahmt. Im Anschluss an den Gottesdienst bestand die Möglichkeit, den jungen Priestern Segenswünsche zu übermitteln.

16. März 2025
Text: Marco Wagner
Fotos: Andreas Roll

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