An einem Mittwoch im November 2025 feierte Apostel Gerd Kisselbach einen Gottesdienst, zu dem die Gemeinden Baunatal, Kassel-Nordost, Kassel-Südwest, Niestetal und Oberweser-Solling eingeladen waren.
Die Grundlage für diesen Gottesdienst bildete das Bibelwort aus Psalm 96, 2,3: „Singet dem Herrn und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil! Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern!“
Dankbarkeit und Wachhalten
Im Rückblick auf den Gottesdienst am Sonntag, 2. November äußerte der Apostel seinen großen Dank für das Dienen des Stammapostels in Vellmar. Der himmlische Vater habe Großes gewirkt an den Seelen, die bereits diese Erde verlassen haben. Zugleich dankte er auch allen Geschwistern, die maßgeblich, in unterschiedlichsten Formen, an der Vorbereitung dieses großartigen Erlebens beteiligt waren. Die Freude, den Segen und den gewirkten Glauben gelte es festzuhalten und die Gedanken des Gottesdienstes wach- zuhalten, so der Apostel.
Jesu Taten nicht vergessen
Bezugnehmend auf das Bibelwort stellte Apostel Kisselbach heraus, dass das Heil ein verbindendes Element zu dem Gottesdienst des Stammapostels darstelle. Gott wolle auch unser Heil. Wir haben es aus Christus empfangen und sollen es weitertragen. So wie der 96. Psalm an die großen Taten Gottes erinnert, die dem Volk Israel zuteilwurden, so mögen wir immer wieder den Blick auf Jesus Christus aufrechthalten. Dafür gäbe es großartige Eckpunkte im Kirchenjahr wie das Weihnachtsfest, Karfreitag, Ostern und auch Himmelfahrt. Ja sogar ein jeder Gottesdienst erinnere im Heiligen Abendmahl an Jesus Christus, unterstrich der Apostel.
Lobpreis in Gesang und Heilsverkündigung
Die Gemeinde bringe durch gemeinsamen Gesang, der zugleich auch zur Liturgie zähle, Anbetung, Dank und Lobpreis vor Gott zum Ausdruck und bewirke Verbindung untereinander. Den Namen Gottes loben wir, indem wir seine Botschaft hinaustragen in die Gesellschaft, in unser Umfeld. Es reiche nicht aus, nur davon zu erzählen. Wir haben Gottes Gaben empfangen, um davon abzugeben. Liebe, Gnade und Frieden sollen allen Menschen zuteilwerden, insbesondere in Zeiten voller Angst und Sorge. Das sei auch ein großes Anliegen unseres Stammapostels, betonte Apostel Kisselbach.
Das Sakrament als Festmahl
Vorbereitend auf das Heilige Abendmahl stellte Bezirksältester Sascha Tümmler noch einmal das Erinnern in den Vordergrund, weil wir Menschen dazu neigen, schnell zu vergessen. Wir feiern nur einmal im Jahr das Weihnachtsfest zur Erinnerung an die Geburt Jesu. Dabei dürfe jeden Tag in unserem Herzen Weihnachten sein, um somit die Erinnerung an Jesu Taten wachzuhalten. In Bezug auf die Sündenvergebung griff er das Gleichnis vom verlorenen Sohn auf. So, wie einst der Vater beide Söhne geliebt hat, so nimmt Gott uns an und schenkt uns seine Gnade, egal welche Verfehlungen wir begangen haben. Die göttliche Liebe unterliege keinen Bedingungen, sie sei uns immer gewiss, so der Bezirksälteste. Das wollen wir nie vergessen.
Drei Diakoninnen und drei Diakone ordiniert
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles ordinierte Apostel Kisselbach sechs Geistliche für die eingeladenen Gemeinden: Katharina Kisselbach (Baunatal), Marcel Schwandt (Kassel-Nordost), Sabine Blanckenberg (Kassel-Südwest), Tobias Lengemann (Niestetal), Silke Batta und Patrick Riedel (Oberweser-Solling). Als Impuls für die Amtsaufträge empfahl der Apostel das Lied „Befiehl dem Herrn deine Wege“. Im Petrusbrief steht geschrieben, dass jeder dienen solle mit der Gabe, die er empfangen hat, so der Apostel. Damit ermunterte er die künftigen Amtsträger, in der Gemeinde als Freudenboten zu wirken zum Segen der Geschwister und das Evangelium zu verkünden mit den Begabungen, die ein jeder empfangen habe.
Gemeinde Baunatal erhält Vorstehervertreter
Mit Priester David Kisselbach wurde für die Gemeinde Baunatal ein Vorstehervertreter ernannt. Der Apostel zitierte aus der entsprechenden Richtlinie die Aufgaben eines solchen Vertreters. Dies sei, im festen Einssein zu seinem Vorsteher zu stehen, auch wenn es Unterschiede gäbe in Sichtweisen und Meinungen. Der Heilige Geist sei die treibende Kraft, das verbindende Element und stütze den Amtskörper im Einssein mit dem Apostolat. Dabei sei der Blick immer auf Bruder und Schwester gerichtet. Im Gebet dafür bat der Apostel für den Segen und die nötige Kraft zur Ausübung dieser Aufgabe.
Damit schloss der Apostel den Gottesdienst, der mit Gebet und Schlusssegen beendet wurde. Zur musikalischen Umrahmung trugen ein gemeinsamer Chor und ein Orchester aus den eingeladenen Gemeinden sowie Klavier und Orgel bei.
1. Reihe von links: Patrick Riedel, Katharina Kisselbach, Sabine Blanckenberg, Silke Batta; 2. Reihe von links: Tobias Lengemann, Marcel Schwandt und David Kisselbach
20. November 2025
Text:
Peggy Hanssen
Fotos:
Simon Kisselbach
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