Am Freitag, 21. Februar 2025 fand die Trauerfeier für unseren Bischof i.R. Berndt Sachse in der Kirche Kassel-Harleshausen statt. Neben den Aposteln Gerd Kisselbach und Gert Opdenplatz waren u.a. auch die Bezirksapostel i.R. Hagen Wend und Bernd Koberstein sowie viele weiterer Weggefährte zur Trauerfeier gekommen. Über 160 Teilnehmer vor Ort sowie eine große Anzahl an virtuellen Teilnehmern per Video-Übertragung (IPTV) in ganz Hessen nahmen Abschied.
Auf persönlichen Wunsch des Verstorbenen wurde die Trauerfeier von Bezirksevangelist Dieter Neumann am Freitag, 21. März 2025 in der Kirche in der Wolfhager Straße durchgeführt. Der stellvertretende Bezirksvorsteher verwandte ein Bibelwort als Grundlage für den Trostgottesdienst aus Philipper 3,20-21: "Wir aber sind Bürger im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern geringen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann."
Bezirksevangelist Neumann würdigte Bischof Sachse im Kontext des Bibelwortes als einen Amtsträger, der den Blick der Gläubigen geschärft habe, dass wir eine Gemeinschaft haben, die dazu berufen ist, mit Gott im Himmel zu sein. In dieser Gemeinschaft habe jeder einen Platz. Während man hier noch in der ersten oder der letzten Reihe sitzen müsse, werde die Nähe zum Herrn im Himmel für alle gleich sein. Die Wiederkunft von Jesus Christus habe schon die Großmutter von Berndt Sachse ihm in seinen Kindertagen nahegelegt, was seinen Glauben sehr geprägt habe. Später hat er aus seinem Amtsvermögen heraus in seiner Art immer wieder klar gemacht: unsere Zukunft ist bei Christus, auf den wir warten!
Bild des Irdischen - Bild des Himmlischen
Beim Blick auf die Zukunftshoffnung "der wird unseren geringen Leib verwandeln, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe" zitierte der stellvertretende Bezirksvorsteher ein anderes Bibelwort: "Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen" (vgl. 1. Korinther 15,49). Beim Blick auf das Bild des Irdischen beschrieb er den Verstorbenen als einen stattlichen und liebevollen Mann, der zuhören konnte und für jeden Hilfesuchenden einen Rat hatte. Von dem Bild des Himmlischen habe der Bischof gepredigt, wie es Apostel Paulus deutlich machte, dass wir Christus gleich werden in seiner Liebe, seiner Güte und seinem Frieden.
Der Bezirksevangelist wünschte der Familie, dass die von Paulus erwähnte Kraft, die alle Dinge untertan mache, sie in der Zukunft begleiten möge, die eine oder andere Erinnerung wecken würde und Frieden ins Herz gebe. Diese Kraft möge aber auch Trost sein, dass wir uns einmal wiedersehen werden.
Psalm 23
Apostel Gerd Kisselbach stellte in seinem Predigtbeitrag die Erinnerungen in den Mittelpunkt. Eine ganz persönliche Erinnerung war der Besuch von Bischof Sachse im Hause Kisselbach unmittelbar vor einer großen Operation eines seiner Söhne. In diesem Besuch zitierte er den vierten Vers aus dem 23. Psalm: "Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir".
Der Apostel sprach die Familie an, die durch die Krankheit und nun den Tod in einer finsteren Zeit lebe. Gott wandle sich nicht und so sei dieses Wort "Gott ist da" ein Trost für diese Zeit, in der Gottes Nähe in seiner Liebe und seinem Frieden spürbar werde. Dann lenkte der Apostel den Blick auf den "Weg". Er sprach davon, dass das "finstere Tal" nicht das Ende des Weges sei, sondern lediglich ein schweres Stück des Weges. Der Weg gehe weiter und wir leben in der der Zuversicht auf ein Wiedersehen im Vaterhaus.
Zum Abschluss las Bezirksevangelist Neumann aus dem Lebenslauf von Bischof i.R. Berndt Sachse (siehe Bericht zum 80. Geburtstag). Der Trostgottesdienst wurde vom Gemeindechor und unterstützenden Sängern des Bezirks feierlich umrahmt.
12. März 2025
Text:
Marco Wagner
Fotos:
Boris Werner
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