Baunatal. Am 25. Dezember 2019 hielt Bischof Gerd Kisselbach in der Gemeinde Baunatal den Weihnachtsgottesdienst. Als Grundlage diente das Bibelwort aus Titus 3, 4-5: „Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit"
Zunächst wünschte Bischof Gerd Kisselbach allen Gottesdienstteilnehmern ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und überbrachte die Grüße von Apostel Jens Lindemann.
Er kommt, der starke Held
Zu Beginn des Gottesdienstes zitierte der Bischof das vom Chor vorgetragene Lied:"Er kommt, er kommt, der starke Held", bevor er um die Bibellesung über Jesu Geburt aus dem Lukasevangelium 2, 1-14 bat.
Freude statt Furcht
Die Predigt begann der Bischof mit der Begebenheit, als die Hirten damals nachts auf dem Feld waren und ihrer Arbeit nachgingen und ihnen Heerscharen von Engeln erschienen. Das war unerwartet, ja sie haben sich erschrocken und gefürchtet. Aber dem Schreck folgte die frohe Botschaft, dass ihnen heute der Heiland geboren sei.
"Wir feiern heute Weihnachten, aber deshalb ist nicht plötzlich alles gut in unserem Leben", erklärte Bischof Kisselbach. Über allem stehe jedoch die Weihnachtsbotschaft, sie soll in unser Leben leuchten als ein Licht in der Dunkelheit. Nicht Furcht sondern Freude soll in unseren Herzen sein. Der Bischof benannte zwei Namen für Jesus, unseren Heiland: Freundlichkeit und Menschenliebe. In der Bibel kann man lesen: „Also hat Gott die Welt geliebt ...“ (Johannes 3, 16). Gott hat jeden Menschen lieb, das soll uns eine besondere Kraft und Freude sein. Diese Kraft dürfen wir mitnehmen in jeden Tag mit der Gewissheit, Gottes geliebte Kinder zu sein.
Jesus, unser Retter, schenkt ewiges Leben
Es wurde noch einmal Bezug auf das Lied der Sänger genommen. Der Held ist Jesus Christus. Im Alltag empfinden wir solche Menschen als Helden, die beispielsweise Leben retten. Jesus schenkt uns ewiges Leben, ein Zeichen der Liebe Gottes. Seine Weihnachtsgeschenke an uns sind das Heil in Christus, ewiges Leben und Gemeinschaft mit ihm. Als Jesus lebte, haben die Menschen unterschiedlich auf ihn reagiert. Die einen waren beeindruckt und sind gegangen. Andere waren verwundert oder verärgert. Einige aber haben ihr Leben geändert, so auch der Zöllner Zachäus. Er hatte die Menschen betrogen und wollte ihnen zurückgeben, was ihnen gehörte.
Begegnung mit Jesus auch heute noch
Der Bischof sprach davon, dass er damals gern dabei gewesen wäre, als Jesus lebte und Wunder tat. Aber er begegnet uns auch heute. Man kann ihn in den Sakramenten, im Evangelium und im Heiligen Abendmahl erleben. Denn Jesus möchte, dass wir uns auch weiterentwickeln. Er begegnet dem Suchenden in jedem Gottesdienst. Wir sollen uns versöhnen, einander vergeben und Frieden suchen. Dabei sollen wir auch an unseren Nächsten denken und von diesen Gaben, die Jesus Christus uns schenkt, abgeben, damit sich diese Gaben vermehren können.
Jesus kommt wieder
Es bleibt aber nicht dabei, von Jesus nur zu lernen. Christus kommt wieder: “Siehe ich komme bald ...“ (Offenbarung 22, 7) In diesem Wissen dürfen wir nach vorne schauen, denn das Große der Weihnachtsbotschaft lautet: Christus kommt wieder! Das soll in uns leben.
Jesus annehmen und seinem Beispiel folgen
In seinem Predigtbeitrag ging Bezirksevangelist Dieter Neumann auf die Begegnungen der Menschen mit Jesus Christus in der damaligen Zeit ein und unterstrich die Ausführungen des Bischofs. Nur wenige haben Jesus angenommen und sind ihm nachgefolgt. An die Teilnehmer des Gottesdienstes richtete er den Appell, Jesus anzunehmen und seinem Beispiel zu folgen in Nächstenliebe, Barmherzigkeit und in der Weitergabe der frohen Botschaft: Jesus kommt wieder.
Nach dem Predigtteil feierte die ganze Gemeinde Heiliges Abendmahl. Dazu waren alle eingeladen, die auf Jesus Christus getauft sind, an Jesus glauben und das Verlangen danach haben.
Der Gottesdienst wurde mit Gebet und Segen beendet. Zum Abschluss sang die versammelte Gemeinde gemeinsam das Weihnachtslied: “O du fröhliche ...“ begleitet von der Orgel und dem Gemeindeorchester.
25. Dezember 2019
Text:
Peggy Hanssen
Fotos:
Simon Kisselbach
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