Am Sonntag, 23. August 2026 feierte Priesterin Natascha Wagner den Gottesdienst in der Gemeinde Calden, in dem auch Annette und Priester i.R. Wolfgang Laschette den Segen zur ihrer Rubinhochzeit erhielten.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 2. Mose 20,12 a zugrunde: “Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.“
Das Bibelwort ist das vierte der zehn Gebote, die das Volk Israel durch Mose am Berg Sinai erhalten hatten. Die zehn von Gott gegebenen Gebote sollten das Zusammenleben des Volkes Israel untereinander prägen und erleichtern. Das gemeinsame Ziel Kanaan, das von Gott verheißene und gelobte Land, sollte dadurch ohne unnötige und aufhaltende Konflikte erreicht werden können.
Das vierte Gebot bedeutet, dass Vater und Mutter in der Regel ihre Kinder mit allem Notwendigen versorgen und sie fördern, um für die geistige und körperliche Entwicklung genügend Raum zu geben, erläuterte Priesterin Wagner. Kinder können sich nicht von allein weiterentwickeln, sondern sie brauchen dafür eine entsprechende Versorgung und Umgebung.
Gegenseitige Wertschätzung entgegenbringen
Vater und Mutter ehren bedeutet im Zusammenhang mit dem vierten Gebot jedoch auch, sich grundsätzlich gegenseitige Wertschätzung entgegenzubringen. Dies hilft, Konflikte, die sich zwangsläufige im Miteinander der verschiedenen Generationen ergeben, zu überwinden. Eine Generation baut sich auf die nächste Generation auf und kann vom Erbe der Vorgängergeneration profitieren. Dafür ist es hilfreich, die ältere Generation zu respektieren und ihr auch zu helfen, wenn es notwendig ist. Jede Generation ist ein Vorbild für die nächste, insbesondere prägt der Umgang miteinander die Folgegeneration.
Ähnlich gestaltet sich dies auch in der Lebensgemeinschaft einer Ehe, erläuterte die Priesterin mit Blick auf das Rubinhochzeitspaar. In 40 Jahren seien sie durch gute und schlechte Zeiten gegangen. Manche Schwierigkeiten vielfältiger Art mussten auf dem Lebensweg gemeinsam und mit gegenseitiger Liebe und Wertschätzung füreinander getragen und durchlebt werden.
Die Mitte der Gemeinde
Nach dem vorgetragenen Wunschlied des Rubinhochzeitspaares „Der Herr ist mein Hirte, mir mangelt nichts mehr“ brachte Gemeindevorsteher Priester Marco Wagner in seinem Predigtbeitrag seine Freude zum Ausdruck, dass die ganze Gemeinde am Fest der Rubinhochzeit teilnehmen dürfe. Dies sei auch ein Aspekt des Bibelwortes, gemeinsam in der Mitte der Gemeinde zu sein, Gutes auszusprechen und zu teilen und auch an diejenigen zu denken, denen es gerade nicht so gut geht.
Gleichzeitig sprach er seinen Dank und den der Gemeinde aus für die viele Arbeit und vielen Gebete, die durch das Rubinhochzeitspaar jahrelang mit liebevollem Dienen - oft auch im Stillen - in die Mitte der Gemeinde eingebracht wurden.
Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls
Als Vorbereitung zur Feier des Heiligen Abendmahls stellte Priesterin Wagner in den Vordergrund, dass wir uns diese heiligen Momente immer ganz bewusst machen wollen. Jesus ist für uns am Kreuz gestorben und in der Feier des Heiligen Abendmahls ist er uns gegenwärtig. Mit der Hinnahme der ausgesonderten Hostie nehmen wir Wesen von seinem Wesen auf.
Segen zur Rubinhochzeit
In der nachfolgenden Ansprache an das Rubinhochzeitspaar berichtete Priesterin Wagner über das schöne vorbereitende Gespräch für den heutigen Segenstag. Man erinnerte sich gemeinsam an alte Geschehnisse, alte Fotos wurden hervorgeholt und es kamen viele schöne vergangene gemeinsame Momente zur Sprache, in denen auch der Segen und die Begleitung unseres himmlischen Vaters zu spüren waren. Priesterin Wagner erinnerte an die Worte aus Psalm 23, Vers 4: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir …“ die ganz dem Hochzeitspaar gelten sollen und spendete anschließend den Segen zur Rubinhochzeit.
Im Anschluss an das Schlussgebet und den Schlusssegen konnte die Gemeinde persönlich ihre Glück- und Segenswünsche überbringen.
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