Am Mittwoch, 24. August 2022 besuchte Apostel Wolfgang Schug die Gemeinde Kassel-Bettenhausen. Seine Predigt war von Psalm 139 geprägt, der überschrieben ist mit „Gott – allwissend und allgegenwärtig“.
Nach dem Chorlied „Anbetung will ich, Herr, dir bringen“ brachte Apostel Schug zunächst zum Ausdruck, dass man es genießen kann, Gotteskind zu sein. Er zitierte Stammapostel Fehr, der einmal gesagt hat: „Wenn wir wirklich wissen woher wir kommen und wissen wohin wir gehen, dann müssen wir uns einfach freuen.“
Die Aussage aus dem Lied des Chores, dass Gott in den durchlebten Tagen mit uns war und wir viel Heil und Gutes erlebt haben, decke sich mit der Aussage des Psalmisten im vorgelesenen Bibelwort, so der Apostel. „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“ (Psalm 139,5). Der Psalmist habe seine Erkenntnis in Vers 6 ergänzt: „Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen."
Begeistert von Gott?
Der Apostel stellte die Frage: Sind wir von dem begeistert, was Gott bis heute für uns tut? Obwohl er uns doch so genau kenne – besser als wir uns selbst – habe Gott uns lieb, lasse uns nicht fallen, schenke uns immer wieder seine Gnade und verliere dabei nicht die Geduld.
Gott weiß alles
Der Psalmist bringe zum Ausdruck, dass Gott allwissend und allgegenwärtig ist. Apostel Schug stellte die Frage, ob uns das eigentlich angenehm sei und man es genieße, dass Gott alles wisse und sehe? Der Psalmist war begeistert: „Ich sitze oder stehe […] ich gehe oder liege, so weißt du es. Du verstehst all meine Gedanken von ferne [...].“ Dies gebe uns die Sicherheit, dass Gott sich unseres Lebens vollkommen angenommen hat. Dabei beschäftigte den Apostel bereits einige Tage der Gedanke, ob wir es denn zuließen, dass Gott sich so um uns kümmere?
Tournesol – die sich mit der Sonne dreht
Am Beispiel einer Sonnenblume (französisch tournesol = die sich mit der Sonne dreht), zeigte der Apostel, dass sie sich immer nach der Sonne bzw. dem Schöpfer ausrichte. Er verband damit den Rat, dass auch wir im Laufe eines Tages immer wieder unseren Schöpfer im Blick haben mögen.
Gott greift ein
Apostel Schug machte deutlich, dass Gott in unserem Leben eingreift, auch dann, wenn wir ihn gar nicht aktiv darum gebeten haben. Er erwähnte Apostel Petrus, der zwischen zwei Soldaten gefangen lag und es eigentlich kein Entrinnen gab. Dann kamen zwei Engel und befreiten ihn auf spektakuläre Weise. Gott hat eingegriffen, weil er seinen Heilsplan – in diesem Fall durch Apostel Petrus – fortführen wollte. Gott greife auch bei uns ein, wenn unser Heil in Gefahr ist. Das mache Gott auch ohne dass wir ihn darum gebeten hätten.
Gott sorgt auch für unsere Vergangenheit
Unsere Vergangenheit könnten wir nicht mehr ändern und so kämen wir heute eventuell zu der Erkenntnis, dass wir uns dieses eine Wort oder jenes Handeln lieber gespart hätten. Wir wissen, dass es falsch war, aber man kann es ja nicht mehr aus der Welt schaffen. Gott sorge dafür, dass uns die Vergangenheit nicht einholen könne, so der Apostel. Gott habe das letzte Wort und habe die Macht, Gnade zu schenken und die Schuld zu erlassen. Auch wenn wir etwas nicht vergessen können, so helfe uns Gott, die Vergangenheit hinter uns zu lassen.
Gott macht den Weg frei
Bezirksevangelist Dieter Neumann lenkte in seinem Predigtbeitrag den Blick nach vorn - verbunden mit der Sicherheit, die ebenfalls aus dem Psalmwort klinge: Gott umgibt dich von allen Seiten - er mache dir den Weg frei!
Gott umgibt uns von unserer sündhaften Seite
Bischof Gerd Kisselbach bereitete die Gemeinde auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl vor. Er sprach davon, dass Gott uns von allen Seiten umgebe, also auch von unserer sündhaften Seite. Vor Gott können man sich nicht verstecken, daher gelte es, offen mit seinen Fehlern zu Gott zu kommen.
Heiliges Abendmahl und Segensspendung
Nach dem Unser-Vater-Gebet erfolgte die Sündenvergebung und anschließend die Feier des Heiligen Abendmahls für die Gemeinde. Den Gottesdienst beendete der Apostel mit Gebet und Gottes Segen.
30. August 2022
Text:
Marco Wagner
Fotos:
Natascha Wagner
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