Calden. Am Sonntag, 13. Oktober 2019 konnte während der Feier des Gottesdienstes gleich zweimal das Sakrament der Heiligen Wassertaufe durch den Vorsteher der Gemeinde gespendet werden. Die Zwillinge Paulina und Katrina wurden von ihren glücklichen und dankbaren Eltern vor den Altar getragen, um den Segen Gottes zur Heiligen Wassertaufe zu empfangen.
In der fast voll besetzten Kirche von Calden feierten 75 Gläubige am Sonntag, 13. Oktober einen Gottesdienst, in dem die Zwillinge Paulina und Katrina das Sakrament der Heiligen Wassertaufe empfingen.
Gleichnis von Jesus Christus als Grundlage der Predigt
Dem Taufgottesdienst lag das Bibelwort aus Matthäus 13, 24-26 zugrunde: „Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Als nun die Halme wuchsen und Frucht brachten, da fand sich auch das Unkraut.“
Priester Marco Wagner ging in seiner Predigt zunächst auf den Text des gemeinsam gesungenen Eingangsliedes „Ein Gärtner geht im Garten“ (Gesangbuch Nr. 230) ein. In dem Liedtext wird der Garten mit vielen blühenden Blumen beschrieben, die alle verschiedene Merkmale und Eigenschaften aufweisen. Das oft als Kinderlied bezeichnete Lied zeigt Jesus als den Gärtner, der sich um jede Seele (alle Blumen) kümmere.
Guter Samen wird sich trotz Unkraut entwickeln
Inhaltlich fügte sich das Lied in den Taufgottesdienst ein und ergänzte die Aussage des Bibelwortes "gute Frucht zu bringen" wunderbar. Ähnlich wie in dem Garten ist es auf dem Ackerfeld, wo auch verschiedene Samen aufgehen und nicht nur der gute Samen aufgeht, sondern später auch allerlei Unkraut zu finden ist. Das Unkraut auf dem Ackerfeld verhindert jedoch nicht, dass der gute Samen seine Früchte entwickeln kann. So ist es auch bei uns Menschen, ein jeder weist gute und auch weniger gute Eigenschaften auf.
Mit dem Ackerfeld ist die gesamte Menschheit gemeint und der Sämann ist Jesus Christus. Das Säen gilt als Sinnbild für die Verkündigung des Evangeliums, dass an alle Menschen gerichtet ist. Der Mensch ist schon im Paradies in Sünde gefallen und musste dieses verlassen; die Trennung von Gott war die Folge. Die Menschen sind seitdem mit der Erbsünde behaftet. Doch Gott in seiner großen Liebe hat das Sakrament der Heiligen Wassertaufe gegeben, wodurch die Erbsünde abgewaschen und die Trennung von Gott überwunden werden kann. Die Gemeinschaft mit Gott ist wieder möglich und der „gute Samen“ kann genügend Raum bekommen, um Früchte zu bringen.
Spendung der Sakramente
Nach dem Gebet des Vaterunser der ganzen Gemeinde und der Verkündigung der Sündenvergebung bereitete der Chor mit dem Lied „Jesus bleib in meinem Leben“ (Chorliederbuch Nr. 307) die Eltern mit ihren beiden Täuflingen und auch die Gemeinde auf die Spendung des Sakramentes der Heiligen Wassertaufe vor.
Feier des Heiligen Abendmahles und Schlussgebet
Nach der anschließenden Feier des Heiligen Abendmahls mit der ganzen Gemeinde, zu der ausdrücklich alle getauften Christen eingeladen waren, endete der Gottesdienst mit einem Dankgebet und dem Schlusssegen.
Gratulationen
Die Gemeinde Calden konnte nun in ihren Reihen zwei ganz junge getaufte Christen freudig begrüßen und hatte anschließend Gelegenheit, den glücklichen Eltern und Großeltern sowie allen Verwandten herzlichst zu gratulieren.
13. Oktober 2019
Text:
Angelika Kinzel
Fotos:
Natascha Wagner
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