Dieses Jahr fand die Konfirmandenfreizeit, zu der alle Konfirmand/-innen aus dem Bezirk Kassel-Korbach eingeladen waren, von Freitag, 15. November bis Sonntag 17. November 2024, in Braunschweig statt.
Sechs Konfirmandinnen, vier Konfirmanden und fünf Betreuer/-innen machten sich am Freitagnachmittag auf den Weg in die Jugendherberge Braunschweig und wurden dort freundlich begrüßt und empfangen. Nach der Ankunft wurden die Zimmer bezogen und das Abendessen eingenommen.
Danach ging es in den Tagungsraum.
Nach der Begrüßungsrunde wurden gemeinsam die Regeln für das Wochenende erarbeitet. Daraufhin wurden weitere Kennlernspiele gespielt und die Konfirmand/-innen lösten in Gruppenarbeiten ein Kirchen-Quiz, welches anschließend besprochen wurde. Den Abend ließ man ausklingen beim gemeinsamen Sit-In mit Snacks und Spielen.
Konfirmandenstunde
Nach dem Frühstück am Samstag begann die Konfirmandenstunde mit einem gemeinsamen Gebet. Thema dieser Konfirmandenstunde war das Heilige Abendmahl, daher wurde zum Einstieg aus der Bibel vorgelesen: aus: 1. Korinther, Kapitel 11. Daraufhin wurden in einem Brainstorming die Fragen:
- Was ist das Heilige Abendmahl?
- Was bedeutet das Heilige Abendmahl für mich?
- Was sind meine Gedanken, wenn ich das Heilige Abendmahl empfange?
erörtert und anschließend die Fragen im Konfirmandenheft beantwortet.
Abschließend wurde der siebte Glaubensartikel besprochen und im Heft in die richtige Reihenfolge gebracht, um dann die Konfirmandenstunde abzurunden mit einer kurzen Aussage, was jeder mitnimmt und dem gemeinsamen Gebet.
Vorstellung des Gemeindepraktikums
Nach einer kurzen Pause wurde gemeinsam über das Gemeindepraktikum gesprochen, das die Konfirmand/-innen während ihrer Konfirmandenzeit zu absolvieren haben. Es beinhaltet ein Kennenlernen und Begleiten der Aufgaben eines Diakons bzw. einer Diakonin, Begrüßungsdienst an der Eingangstür, Vorbereitung auf einen Gottesdienst mit dem Vorsteher, Reinigung der Kirche sowie Gartenarbeit, Besuch von Chorproben und die Mitgestaltung von Sonntagsschule oder Religionsunterricht. Diejenigen, die schon Aufgaben erledigt hatten, hatten so die Chance den anderen davon zu erzählen und ihre Erfahrungen zu teilen.
Führung durch den Braunschweiger Dom
Nach dem Mittagessen machten sich alle auf den Weg in die Innenstadt zu einer Führung durch den Braunschweiger Dom. Die Teilnehmer erfuhren allgemeine Fakten, wie dass der Altar in mittelalterlichen Kirchen oft nach Osten in Richtung des Sonnenaufgangs, als Symbol der Auferstehung, ausgerichtet wurde, während der Haupteingang und Kirchturm oft im Westen zu finden ist. Berichtet wurde auch von Anekdoten, wie der Geschichte, dass Kratzspuren am Eingang von einem Löwen stammen sollen oder dass der Dom ursprünglich als „Indoor-Friedhof“ und gar nicht als Kirche erbaut wurde.
Am Ende konnten die Teilnehmenden sich selber ein Bild machen, von dem Erbauer Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern (gestorben 1195) und seiner Frau Prinzessin Mathilde von England (gestorben 1189), die noch heute dort begraben liegen.
Abendprogramm
Schon im Laufe des Tages wurden die Konfirmand/-innen aufgefordert, sich einen Spruch oder eine Begebenheit aus dem kirchlichen Kontext, der ihnen etwas bedeutet, auszusuchen. Damit wurden nach dem Abendessen dann Holzbrettchen mit einem Brennpeter gestaltet.
Zum Abschluss des Tages hielten Priester Maik Augustin, Bezirksvorstehervertreter und Marcel Schwandt, Jugendbeauftragter der Gemeinde Kassel-Nordost, eine Andacht mit dem Wort aus Apostelgeschichte 2,42: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“
In kleinen Gruppen erarbeiteten die Konfirmand/-innen, was Gemeinschaft, Brotbrechen und Gebet für sie bedeutet und was sie persönlich damit verbinden. Abschließender Gedanke war, dass auch wenn einzelne Bestandteile mal nicht vollständig erlebt oder erfüllt sind, der Schwerpunkt doch immer auf der Beständigkeit liegen sollte, im Bestreben, in allen Bestandteilen zu wachsen, sodass der beständige Glaube eine Quelle der Kraft für die Konfirmand/-innen ist.
Gemeinsamer Gottesdienst
Sonntagmorgen ging es nach dem Frühstück mit gepackten Taschen in unsere Kirche in Braunschweig, um gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Bezirk Gottesdienst zu feiern. Den Gottesdienst leitete die Priesterin und Bezirksjugendleiterin Tatjana Knigge.
Nach einem abschließenden gemeinsamen Mittagessen in der Jugendherberge und der Möglichkeit für die Konfirmand/-innen Feedback zu geben, wurde die Rückfahrt nach Kassel angetreten, wo die Eltern ihre gut gelaunten aber auch sehr erschöpften Kinder in Empfang nahmen, am Ende eines schönen Wochenendes.
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