Es ist bereits einige Wochen her, dass in der nordhessischen Kleinstadt Fritzlar der zehntägige Hessentag gefeiert wurde. Der Missionsgedanke aus dem Katechismus "Zu allen Menschen hingehen ..." war der Grund für die neuapostolische Kirchengemeinde Fritzlar, auf dem Hessentag mit einem eigenen Stand vertreten sein zu wollen.
Vom 24. Mai bis 2. Juni 2024 fand in der rund 15.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Fritzlar, rund 30 km südwestlich von Kassel, das zehntägige Landesfest statt. Der Hessentag wurde 1961 ins Leben gerufen, um Alteingesessene und Neubürger miteinander in Verbindung zu bringen, und gilt daher als ältestes Landesfest Deutschlands. Zeitgleich zum 61. Hessentag feierte die Domstadt Fritzlar auch ihr 1.300-jähriges Bestehen.
Neuapostolische Kirchengemeinde
Die neuapostolische Gemeinde Fritzlar ist eine der 15 Kirchengemeinden des Bezirks Kassel-Korbach mit aktuell 120 Gemeindemitgliedern. Für den Hessentag hatte es sich die Gemeinde zur Aufgabe gemacht, mit einem Stand der Neuapostolischen Kirche vertreten zu sein. Dies erforderte eine tägliche Präsenz von 9 bis 20 Uhr an allen zehn Tagen, die dank freiwilliger Helfer aus Gemeinden des Bezirks und aus Gemeinden des Nachbarbezirks Marburg erfüllt werden konnte.
Aktionen am Kirchenstand
Mittelpunkt des Kirchenstandes war das Info-Mobil unserer Gebietskirche, ein Transporter mit Technik und großer Auslagefläche. Ziel war es, den Menschen auf dem Fest einen Ort des Zuhörens, des Austauschs und der Information zu bieten.
Unter dem Gedanken des Jahresmottos "Beten wirkt" wurde den Passanten angeboten, eine Postkarte an eine Person ihrer Wahl zu schreiben. Die Motive der bereitgestellten Postkarten trugen betende Hände verschiedenster Personen des Bezirks. Des Weiteren bestand die Möglichkeit Dank, Bitte und Fürbitte auf einem Zettel zu notieren und in eine Gebetswand einzufügen. Alle Gebetswünsche aus dieser Gebetswand wurden in einem Gottesdienst im Juni als Fürbitten anonym an den Altar der Gemeinde gebracht und anschließend im Kirchengarten verbrannt.
Als ein besonderer Ort der Stille war ein Pavillon mit einem eigens für diesen Anlass gebauten kleinen Altar aufgerichtet worden. Hierher konnte man sich zu einem Gebet zurückziehen. Als weitere Aktion gab es an einem Tag die Möglichkeit, ein Holzkreuz beispielsweise für eine Halskette selbst zu sägen. An anderen Tagen war es möglich, sich eine Halskette mit Kreuz selbst anzufertigen.
Persönliche Gespräche
Von den offiziell gezählten 519.000 Besuchern des Hessentags kamen unzählige zu persönlichen Gesprächen während dieser zehn Tage an den Stand unserer Kirche. Viele Kinder konnten mit einem Luftballon glücklich gemacht werden, andere haben Bilder an dem Stand gemalt. Ein Priester berichtete von anerkennenden Gesprächen über das enorme ehrenamtliche Engagement der neuapostolischen Kirchenmitglieder. In interessanten Gesprächen kam es zu wertschätzendem Austausch zwischen den Religionen. Auch der Bürgermeister der Stadt Fritzlar und das Hessentagspaar zählten zu den Besuchern des Standes.
Zusammenfassung
Schätzungsweise mit mehr als 3.000 Menschen konnte während des 10-tägigen Landesfestes gesprochen werden, 1.300 Luftballons und zahlreiche Buntstifte und Malvorlagen konnten an Kinder überreicht werden. Über 300 Postkarten mit Motiven betender Hände wurden zum Versand an die Deutsche Post übergeben und viele Kugelschreiber, Schlüsselanhänger und Informationsmaterial konnten an interessierte Passanten verteilt werden. Alle Beteiligten möchten die Vielzahl schöner und teils intensiver Gespräche über ihren Glauben nicht missen.
Engagierte Gemeindemitglieder bereiten Luftballons zum Verschenken vor und bestücken das Info-Mobil
25. Juli 2024
Text:
Marco Wagner
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